Denkwürdige Pressekonferenz Kölner Dreigestirn haut auf den Tisch – „das macht man nicht“

„Hatte einen schönen Job und meine Ruhe“ Pal Dardai wollte Hertha-Posten gar nicht

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Pal Dardai, hier beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am 13. Februar, ist seit einem Monat wieder Cheftrainer von Hertha BSC.

Berlin – Vor genau einem Monat übernahm Pal Dardai (44) bei der Hertha als Cheftrainer. Von der Ausgangslage in der Mannschaft war der Coach geschockt. In einem Interview mit dem „Kicker“ erklärte er am Donnerstag (25. Februar), dass er den Job eigentlich gar nicht annehmen wollte.

  • Pal Dardai spricht über seine Rückkehr als Trainer von Hertha BSC
  • Ende Januar wurde er Nachfolger von Bruno Labbadia
  • Auch unter Dardai bleibt der Erfolg der Berliner bisher aus

„Es war nicht mein Plan, auf die Trainerbank bei den Profis zurückzukehren. Ich hatte einen schönen Job und meine Ruhe“, sagte Dardai, der zuvor die U16 trainiert hatte. Mit der Ruhe ist es nun allerdings schon wieder vorbei. In seinen ersten vier Spielen blieb Dardai – gegen vermeintlich hochkarätige Gegner – bisher sieglos.

Pal Dardai: „Hertha wollte vielleicht etwas zu schnell den Sprung schaffen“

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Die Fehler von Hertha BSC in den vergangenen Monaten begründete Dardai mit Übermut. „Hertha wollte vielleicht etwas zu schnell den Sprung schaffen. Aber es geht nicht einfach von 0 auf 100 – nicht in der Liebe und nicht im Fußball. Es muss sich entwickeln“, sagte der Nachfolger von Trainer Bruno Labbadia (55) dem „Kicker“ (Donnerstag).

„Es ist für uns ein sehr gefährliches Jahr. Als ich in die Kabine kam, haben manche weder Deutsch noch Englisch gesprochen“, berichtete der Ungar. Ohne Teamgeist und gemeinsame Sprache mache es aber gar keinen Sinn, über Taktik zu sprechen. Inzwischen sei das besser geworden. „Wir sind zusammengerückt. Unsere Basis ist sehr fest“, lobte Dardai.

Die schwierigste Aufgabe in Pal Dardais Karriere

Er sei immer noch überzeugt davon, mit Hertha BSC die Klasse zu halten. Die Aufgabe sei „schwer, aber machbar“, sagte er und bezeichnete sie als schwierigste seiner Karriere. „Fehlende Führungsspieler, zu wenig Teamgeist und viele Sprachen in der Kabine – das war die Situation.“

In der Fußball-Bundesliga steht Hertha nach 22 Spielen und acht Partien ohne Sieg auf Rang 15 und ist punktgleich mit Arminia Bielefeld. Der Aufsteiger hat aber ein Spiel weniger absolviert. „Ich bin wirklich ganz ruhig. Ich schlafe gut. Solange das so ist, ist alles gut. Problematisch wird es erst, wenn ich nicht mehr gut schlafe“, sagte Dardai. (eha/dpa)

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