„Möglichst wenig Verluste bis zum Ende“Subotic kritisiert DFL und Bundesliga-Klubs

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Union Berlins Profi Neven Subotic sieht den Neustart der Bundesliga kritisch.

Berlin – Ab dem 16. Mai rollt der Ball wieder in den deutschen Stadien. Für viele Vereine ist das überlebenswichtig, bei ihnen sorgt der Beschluss für finanzielle Entlastung und Sicherheit. Es gibt aber auch kritische Stimmen.

Eine davon gehört Neven Subotic. Der Verteidiger von Union Berlin äußert in einem Interview mit dem Radiosender „BBC World Football“ Bedenken zum Neustart: „Ich sehe es kritisch, wie alles gehandhabt wird“, erklärt er, auch wenn er grundsätzlich Verständnis für die Entscheidung habe: „Wir wollen alle einfach nur schnell zu einer Situation vorspulen, in der wir uns nicht mehr darum sorgen müssen.“

Neven Subotic: Auch in ein paar Monaten könnte es zu früh sein

Die Pandemie werde aber auch in naher Zukunft nicht einfach verschwinden: „Das halte ich in den nächsten Monaten für unrealistisch“, sagt Subotic. Damit komme für ihn auch der Bundesliga-Neustart zu früh: „Es ist egal, wann wir wieder loslegen, es ist zu früh. In ein paar Wochen oder sofort, es ist zu früh. Selbst in ein paar Monaten könnte es zu früh sein.“

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Er glaubt, dass sich nicht alle Spieler wohl bei der ganzen Sache fühlen, schließlich trügen die ja auch das größte Risiko: „Das ist definitiv das große Thema, das jeden beschäftigt. Es ist eine prekäre Situation für uns alle“, findet der frühere Dortmunder und legt nach: „Es geht praktisch darum, mit möglichst wenig Verlusten zum Saisonende zu kommen.“

Neven Subotic: Vorfreude auf die Bayern hält sich in Grenzen

Vor allem, dass der finanzielle Aspekt bei vielen Vereinen im Vordergrund stehe, stößt ihm übel auf. „Einige der Klubbesitzer oder Manager haben ihren Verein mehr in ein Business verwandelt“, so Subotic.

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Wirklich Vorfreude auf das erste Spiel gegen Bayern München kommt deshalb bei ihm nicht auf. „Wir werden keine Fans haben, aber sie machen es speziell. Dieser gemeinschaftliche Aspekt fehlt und das ist eine große Sache.“ Umso mehr freue sich der Abwehrspieler aber schon jetzt darauf, wenn auch wieder Anhänger ins Stadion dürfen. „Ich weiß nicht, wann das sein wird, aber das ist meine Motivation.“ (krä)