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Wirbel bei DFB-Gegner Nach sieben Corona-Fällen: Nations-League-Spiel abgesagt

Sane-Makarenko

Leroy Sané am Samstag im Zweikampf mit Yevhen Makarenko (l.). Der Ukrainer wurde nun positiv auf das Coronavirus getestet.

Sevilla – Vor der Nations-League-Partie gegen Spanien holte die Nationalmannschaft und Trainer Joachim Löw (60) die Vergangenheit wieder ein. Das Duell gegen die Ukraine am vergangenen Samstag könnte, wie es einige Kritiker befürchtet hatten, noch ein unangenehmes Nachspiel für die DFB-Elf haben.

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Leon Goretzka im Laufduell mit Eduard Sobol. Der Ukrainer wurde am Montag nach einem positiven Corona-Test isoliert.

Am Montag gab der ukrainische Fußball-Verband UAF drei positive Corona-Testergebnisse bekannt. Linksverteidiger Eduard Sobol (25) stand am Samstag in der Startelf und spielte durch, Mittelfeldspieler Yevhen Makarenko (29) wurde beim 1:3 in Leipzig in der 69. Minute eingewechselt. Auch der nicht eingesetzte Torhüter Dmytro Risnyk erhielt die bittere Nachricht.

Nach den positiven Corona-Befunden wurden das gesamte Team und der Betreuerstab in Luzern nochmals getestet. Am Dienstag folgten dann die nächsten Hammer-Nachrichten. Da wurden die positiven Testergebnisse der Spieler Junior Moraes (33), Ruslan Malinowski (27), die ebenfalls gegen Deutschland spielten, sowie von Sergej Krywzow (29) und eines Betreuers des Teams bekannt.

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Komplette ukrainische Delegation muss in Quarantäne

Der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall hat der kompletten ukrainischen Delegation daraufhin eine Quarantäne verordnet. Das Nations-League-Gruppenfinale zwischen der Schweiz und der Ukraine am Dienstagabend in Luzern wurde deshalb abgesagt und wird auch nicht nachgeholt. Weder am Dienstag noch am Mittwoch sei es der Ukraine möglich, eine spielfähige Mannschaft aufzustellen. Die UEFA-Disziplinarkommission wird über die Wertung des Duells entscheiden. Laut Regularien müsste das Spiel mit einem 3:0-Sieg für die Schweiz gewertet werden.

Schon vor dem Deutschland-Spiel waren am Freitag vier Spieler und der Teammanager der Ukraine nach der Ankunft in Leipzig positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Leipziger Gesundheitsbehörden hatten am Samstagvormittag keine Team-Quarantäne verhängt, sondern nur weitere Testungen empfohlen sowie eine Kontakt-Nachverfolgung bei den positiv getesteten Akteuren vorgenommen. Dass die Partie in Leipzig nicht abgesagt wurde, hatte für große Kritik gesorgt. Auch im Oktober waren zahlreiche ukrainische Spieler wegen Positivtests ausgefallen.

DFB-Team wurde am Sonntag und Montag wieder getestet

Der Bundestrainer nahm die Nachricht sichtlich nachdenklich entgegen. „Ich bin überrascht davon. Ich weiß nicht, was da in der Zwischenzeit passiert ist“, sagte er. „Die Testungen am Freitag und Samstag vor dem Spiel waren ja alle negativ. Unser Arzt Tim Meyer hat uns versichert, dass wir keine Angst zu haben brauchen: Denn wenn jemand am Spieltag getestet wird, ist er nicht infektiös. Von daher gehe ich mal davon aus, dass das auch bei uns so bleibt“.

Alle deutschen Corona-Tests negativ

Die deutschen Nationalspieler sind derweil am Sonntag und Montag erneut getestet worden. Am Dienstag gab es dann die Nachricht, dass alle Tests von Spielern, Trainern und Betreuern negativ ausgefallen seien.

Löw-Sevilla-Ansprache

Joachim Löw bei der Ansprache vor dem Abschlusstraining in Sevilla. Unmittelbar vor der Einheit erfuhr das DFB-Team von den positiven Corona-Tests bei der Ukraine.

Joachim Löw: „Wir verhalten uns sehr diszipliniert“

Joachim Löw konnte sich keinen Reim aus den neuen Entwicklungen machen. „Wir versuchen uns strikt an die Regeln zu halten, das haben wir schon mehrmals betont. Bislang waren wir sehr diszipliniert, das spürt man auch in der Mannschaft“, sagte er. „Ich gehe davon aus, dass die Behörden in Leipzig absolut seriös gearbeitet haben und dass bei den Test-Teams eine hohe Kompetenz vorherrscht und sie das sehr gewissenhaft machen.“

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