Vor DFB-Dreierpack Verletzter Kimmich meldet sich auf Instagram

Kimmich_Verletzung

Nach seiner Verletzung beim Top-Spiel gegen Borussia Dortmund fällt Joshua Kimmich mit einer Verletzung am Außenmeniskus bis Januar aus.

Leipzig – Als sich Joshua Kimmich (25) unter Tränen auf dem Dortmunder Rasen krümmte, war nicht nur der FC Bayern München in Sorge, sondern auch Bundestrainer Joachim Löw (60).

Mit Kimmich bricht nun eine weitere wichtige Stütze der deutschen Nationalmannschaft für die anstehenden Nations-League-Spiele weg – das war für den Bundestrainer der heftigste von mehreren Rückschlägen an einem schwarzen Wochenende.

Auch Marcel Halstenberg (29, RB Leipzig, Adduktorenprobleme) und Thilo Kehrer (24, Paris St. Germain, Leistenverletzung), beide Teil von Löws 29er-Kader für den Länderspiel-Dreierpack zum Jahresabschluss, fallen verletzt aus.

Deswegen reagierte Löw am Sonntagabend: Er nominierte Ridle Baku (22) vom VfL Wolfsburg nach. Der Außenbahnspieler, der vor der Saison aus Mainz zum VfL gewechselt war, lief bisher sechsmal für die deutsche U21-Auswahl auf, spielt sich aktuell bei den Wölfen in der Bundesliga in den Fokus.

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Glück im Unglück bei Joshua Kimmich

Der Zusammenstoß des Bayern-Chefs und Dortmunds Erling Haaland (20) sollte gravierende Folgen haben – doch die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich zum Glück nicht: Kimmichs Kreuzbänder blieben verschont, allerdings verletzte sich der 25-Jährige am Außenmeniskus.

Ein Blitz-OP am Sonntagabend musste Abhilfe schaffen – der Nationalspieler steht dem Rekordmeister und auch Nationaltrainer Joachim Löw voraussichtlich erst wieder im Januar zur Verfügung.

Nun meldete sich der Mittelfeld-Akteur erstmals auf Instagram zu Wort:

In Thrombosestrümpfen posierte Kimmich mit breitem Grinsen auf einem Foto, das er mit den Worten „Uffi geht’s“ kommentierte und zudem mit dem Hashtag „daliegtmanzweitageaufderfaulenhaut“ versah.

Zahlreiche Fans bekundeten daraufhin ihr Mitgefühl mit Nachrichten wie „Get well soon“ oder „Come back stronger!“.

Wie schmerzlich der Ausfall des Champions-League-Siegers von 2020 wirklich ist, weiß auch Manuel Neuer (34):

„Der Ausfall von Jo tut uns natürlich weh – beim FC Bayern und beim DFB – aber wir kennen ihn und wissen, wie motiviert, gewissenhaft und ehrgeizig er ist“, sagte der Kapitän des DFB und des FC Bayern München dem Internetportal „Sportbuzzer“.

Nun liegt es an Bayern-Coach Hansi Flick (55) und Bundestrainer Löw den Mittelfeld-Spieler vorübergehend zu ersetzen – keine leichte Aufgabe.

Verletzungen und positive Corona-Tests schmälern DFB-Kader

Mit den vorherigen Absagen wegen positiver Corona-Tests oder Verletzungen wird dennoch fast eine ganze Mannschaft fehlen: Niklas Süle, Kai Havertz, Emre Can, Julian Draxler, Lukas Klostermann und Suat Serdar sind ebenfalls nicht dabei. Auf Torhüter Marc-Andre ter Stegen und Marco Reus hat Löw nach deren Comeback nach Verletzungen noch verzichtet.

Bundestrainer Joachim Löw bleibt optmistisch

Der Bundestrainer ist vor dem Treffpunkt am Montag in Leipzig bei allem Zwang zur Improvisation „dankbar, dass es unter diesen Umständen überhaupt möglich war und ist, diese Länderspiele auszutragen“. Die Menschen seien in der Pandemie „mit anderen Dingen beschäftigt als mit Fußball“.

Im Länderspiel gegen Tschechien in Leipzig am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) wird wohl eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die mit Wohlwollen noch als B-Elf bezeichnet werden kann.

Schließlich treffen die Bayern-Stars Manuel Neuer, Leroy Sané, Leon Goretzka und Serge Gnabry sowie Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid) und Timo Werner (FC Chelsea) erst am Donnerstag im Team-Quartier ein. Wichtiger ist es, sie für die abschließenden Gruppenspiele der Nations League (14. November in Leipzig gegen die Ukraine / 17. November in Sevilla gegen Spanien) zu schonen.

„Letztlich muss ich als Trainer die Verantwortung übernehmen. Was ist jetzt gut für den einzelnen Spieler?“, sagte Löw: „Wo steht er? Braucht er eine Pause? Ist er voll belastbar? Was muss ich mit Blick auf die Entwicklung der Mannschaft berücksichtigen? Wen möchten wir mal persönlich sehen?“

Er nahm damit Bezug auf die Kritik nach dem letzten „Tripleheader“: Bereits gegen die Türkei (3:3) hatte in Köln eine Mannschaft gespielt, die mit dem Turnierteam für 2021 wenig bis nichts gemein haben wird.

Joachim Löw: „Vor uns liegen große Herausforderungen in den nächsten drei Jahren.“

Selbstverständlich will Löw auch gegen die Tschechen unter nochmals verschärftem Corona-Protokoll „auf Sieg spielen“. Doch der Blick des Bundestrainers geht weit voraus. „Vor uns liegen drei riesige Herausforderungen innerhalb von drei Jahren: die EURO 2021, die WM 2022, die Heim-EM 2024“, sagte er.

Daher wird er die „willkommene Gelegenheit“ nutzen, weitere Spieler zu testen. Mit den Gladbachern Jonas Hofmann (28) und Florian Neuhaus (23) war Löw sehr zufrieden, beim Dortmunder Mahmoud Dahoud (24) zeigte die Formkurve zuletzt im Verein wieder nach oben.

Anwärter auf ein Nationalmannschaftsdebüt sind Linksverteidiger Philipp Max (27, PSV Eindhoven) und überraschend auch Innenverteidiger Felix Uduokhai (23, FC Augsburg).

Löw versichert, dass er keine Kaderfüllsel sucht: „Wir laden niemanden ein, dem wir nicht zutrauen würden, es zu schaffen.“ Beim Thema Kimmich, der wohl einen Meniskuseinriss im rechten Knie erlitten haben soll, dürfte ein Trost sein, dass im Mittelfeld immer noch ein Überangebot von Spielern auf Topniveau zur Verfügung steht. (jh, cw, sid)

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