Basis macht mobil Barcelona-Beben! Über 20.000 Fans wollen Vorstand stürzen

Messi

In Rosa für den FC Barcelona: Lionel Messi bei einem Freundschaftsspiel gegen Girona im Johan-Cruyff-Stadion am 16. September 2020.

Barcelona – Können die Fans den Vorstand komplett loswerden? Beim FC Barcelona macht die Basis mobil. Nach dem Hickhack um den Verbleib des sechsmaligen Weltfußballers Lionel Messi (33) wächst der Druck auf Klubchef Josep Maria Bartomeu (57).

Eine von Mitgliedern des Vereins gegründete Initiative hat nach eigenen Angaben 20.731 Unterschriften für einen Misstrauensantrag gegen Bartomeu gesammelt. Ziel sei der sofortige Rücktritt des gesamten Vorstandes.

Die Initiative musste bis Donnerstagabend (17. September,18 Uhr) mindestens 16.521 Unterschriften zusammenbekommen, um das eigentliche Misstrauensvotum ins Leben zu rufen. Bei diesem können die Mitglieder dann auf einem Referendum über die Absetzung des Vorstandes abstimmen. Nach Angaben der Bartomeu-Gegner hatte es zuletzt einen Hackerangriff auf ihre Homepage gegeben.

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Lionel Messi gab dem Portal Goal ein Interview, in dem er mit den Barcelona-Bossen abrechnete.

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Bartomeu hatte sich den Zorn vieler Fans zugezogen, als Messi kurz vor einem Abschied aus Barcelona stand. Messi wiederum warf Bartomeu später vor, dieser habe ihm Steine in den Weg gelegt, sein Wort gebrochen und einen Abschied unmöglich gemacht.

Messi hatte vor einigen Tagen bekannt gegeben, seinen bis 2021 laufenden Vertrag doch zu erfüllen. Ende gut, alles gut? Nicht wirklich! Der Top-Star bleibt nämlich nur wider Willen. Der 33-Jährige verteilte bei einem exklusiven Goal-Interview lieber viele Seitenhiebe gegen die Chefetage um den umstrittenen Vereinsboss Josep Bartomeu (57). Zudem wissen nun alle, dass Messi im kommenden Sommer ablösefrei wechseln kann. Sein früherer Förderer und Mentor Pep Guardiola (49) wird dann erneut versuchen, den Argentinier zu Manchester City zu lotsen.

Lionel Messi wollte Rechtsstreit mit FC Barcelona verhindern

Eigentlich beinhaltet Messis Vertrag in Barcelona eine Klausel, die einen Abschied vorzeitig hätte möglich machen können - und der 33-Jährige sagte, er habe Bartomeu schon mehrfach darauf hingewiesen, dass er gehen wolle. Der Präsident aber habe ihn immer vertröstet - und beharrte dann auf die festgeschriebene Ablöse von 700 Millionen Euro. Auch, weil die Klausel für einen vorzeitigen Ausstieg im Juni abgelaufen war, obwohl die Saison zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Ende gespielt worden war.

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Jorge Messi, Vater und Berater von Lionel, kam am 2. September zu Vertragsverhandlungen nach Barcelona.

Lionel Messi: „Ich würde niemals gegen Barca vor Gericht ziehen“

„Das war unmöglich“, sagte Messi, dessen Vater und Berater Jorge (62) zu Verhandlungen nach Barcelona kam. Eine schwierige juristische Auseinandersetzung drohte. Das aber sei für den Argentinier keine Option gewesen. „Ich würde niemals gegen Barca vor Gericht ziehen, weil es der Klub ist, den ich liebe“, sagte er: „Der mir alles gegeben hat, seit ich hierher kam. Es ist der Klub meines Lebens.“

Doch der Klub habe keine Vision, keinen Plan, wie er wieder erfolgreich werden könne, sagte Messi. „In Wahrheit gab es für lange Zeit kein Projekt oder sonst irgendetwas. Sie machten halbe Sachen und ließen viel Zeit sinnlos verstreichen.“

Lionel Messi: „Zuletzt habe ich beim FC Barcelona kein Glück gefunden“

Nicht das desaströse 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen Bayern München sei der Grund für seine Entscheidung, den Klub zu verlassen, betonte Messi. Nein, der Gedanke sei über längere Zeit gereift. Er wolle seine „letzten Jahre als Fußballer glücklich“ sein. Und: „Zuletzt habe ich in diesem Klub kein Glück mehr gefunden.“

Ob er wieder glücklich wird, wenn die Fans mit ihrem Vorgehen gegen den Vorstand erfolgreich sind?

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