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Union-Stürmer verkündet Hiobsbotschaft Muskelbündelriss! Kruse fällt viel länger aus

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Max Kruse musste in der Nachspielzeit vom Feld, musste von einem Betreuer dabei gestützt werden.

Berlin – Der Schock kam in der Nachspielzeit. Union Berlins Stürmer Max Kruse (32), der im Derby gegen Hertha BSC keine großen Akzente setzen konnte, ging plötzlich zu Boden. Der Stürmer konnte das Feld nur gestützt und offensichtlich unter Schmerzen verlassen.

Am Samstag gab Union Berlin eine erste Diagnose nach einer Untersuchung in der Berliner Charité bekannt. Kruse habe sich eine Muskelverletzung am hinteren rechten Oberschenkel zugezogen und stehe „bis auf weiteres“ nicht zur Verfügung, teilte der Verein mit.

Max Kruse befürchtete sogar einen Kreuzbandriss

Doch die Wahrheit ist noch viel schmerzhafter. Kruse verkündete am Sonntag auf seinem Instagram-Account, dass er mindestens acht Wochen ausfallen werde. „Es ist leider nicht nur ein Muskelfaserriss, sondern ein Muskelbündelriss“, sagte der 32-Jährige. „Ich musste es erst einmal verdauen und damit klarkommen“. Kruse wird demnach erst wieder im Februar auf Torejagd gehen können.

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Zunächst hatte der Ex-Nationalspieler sogar einen Kreuzbandriss im Knie befürchtet. „Zum Glück ist es das nicht“, trotzdem sei es ärgerlich: „Ich werde versuchen, so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu sein.“ Mit sechs Treffer und fünf Vorlagen ist Kruse aktuell Topscorer von Union.

Krzysztof Piatek wird durch Doppelpack zum Derby-Held

Erst die Derby-Pleite, dann der Kruse-Schock. Der Pole Krzysztof Piatek hat mit einem Tore-Doppelpack das Berliner Stadtduell entschieden. Der zur Pause eingewechselte Hertha-Mittelstürmer sorgte mit seinen Treffern in der 74. und 77. Minute für den 3:1 (0:1)-Erfolg gegen den Rivalen 1. FC Union.

Awoniyi-Tor-Union

Mit diesem Schuss brachte Taiwo Awoniyi Union im Derby gegen Hertha in Führung.

„Ich bin sehr glücklich, ein tolles Gefühl. Wir haben den Derbysieg und sind ein Team. Das haben wir heute gezeigt“, sagte Matchwinner Piatek bei DAZN. Sein Teamkollege Niklas Stark fügte an: „Wir wussten, was auf dem Spiel steht. Für die Fans, die ganze Stadt. Berlin ist Blau-Weiß - wie immer.“

Robert Andrich kassiert nach Kung-Fu-Tritt Rot

Doch letztlich vergeigten die Gäste den Derby-Traum selbst. Nach der Führung der Gäste durch Taiwo Awoniyi (20. Minute) und dem Platzverweis für Unions Abräumer Robert Andrich (24.) wegen groben Foulspiels hatte Peter Pekarik (51.) für Hertha den Ausgleich erzielt.

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Klare Rote Karte: Robert Andrich traf Lucas Tousart an Hals und Kopf.

Die Unioner, die erstmals als die besser positionierte Mannschaft in ein Derby gegangen war, wollten nach dem frustrierenden 0:4 im letzten Stadtduell im Mai etwas gutmachen. Mittelfeldmann Andrich setzte mit zwei rustikalen Zweikämpfen im ohne Fans gespenstig wirkenden Olympiastadion klare Signale: acht Spiele in Folge ohne Niederlage sorgten für viel Selbstbewusstsein bei den Eisernen.

Hertha übernahm optisch die Kontrolle. Doch mit dem ersten ernsthaften Angriff schockten die Gäste die Gastgeber. Marcus Ingvartsen steckte den Ball auf Awoniyi durch, die Liverpool-Leihgabe setzte sich gegen Tousart und Matteo Guendouzi durch und schob den Ball ins lange Ecke zu seinem zweiten Saison-Tor ein.

Piatek-Tor

Krzysztof Piatek zieht ab und trifft sehenswert zum 3:1 für die Hertha gegen Union.

Ab der 24. Minute änderte sich zumindest zahlenmäßig das Kräfteverhältnis auf dem Platz schlagartig. Wieder ging Andrich ohne Rücksicht in einen Zweikampf und traf mit viel zu hohem Bein Tousart am Kopf. Schiedsrichter Felix Brych zog glatt Rot.

Hertha tat sich mit der personellen Überlegenheit schwer, die von Union-Coach Urs Fischer schon von Beginn an aufgebotene Fünfer-Kette machte die Räume zu. Die erste Chance für Hertha hatte Dodi Lukebakio nach einer Ecke von Matheus Cunha. Doch der Kopfball des Belgiers kam zu unplatziert. Kurz vor der Pause klärte Julian Ryerson nach einer Eingabe von Vladimir Darida erneut vor Lukebakio.

Piatek-Jubel

Krzysztof Piatek (l.) feiert sein Tor mit Matteo Guendouzi.

Hertha hätte die Durchschlagskraft von Stürmer Jhon Cordoba jetzt gut gebraucht, doch der Kolumbianer fehlt derzeit ebenso wie Abräumer Santiago Ascacibar wegen Verletzung. Union musste im Derby ohne die Angreifer Anthony Ujah und Joel Pohjanpalo sowie auch ohne Nico Schlotterbeck und Christian Gentner auskommen. Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich fällte zur Pause ein klares Urteil: „Wir machen ein schlechtes Spiel.“

Labbadia reagierte und brachte Piatek und Javairo Dilrosun als Offensivkräfte - und hatte Erfolg: Den Schuss von Herthas besten Torschützen Cunha konnte Union-Keeper Andreas Luthe nur zur Seite abklatschen, Verteidiger Pekarik setzte den Ball im Nachschuss ins Netz zum zweiten Saisontor.

Doch Union ließ sich zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Doch der erste Bundesliga-Doppelschlag des vor einem Jahr für 24 Millionen Euro vom AC Mailand gekauften Piatek sorgte für die Entscheidung für Hertha. Union hatte keine Kraft mehr, noch einmal zu kontern. (msw/dpa)

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