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Buntes Shirt bei UEFA-PK EM 2021: DFB-Star Hummels mit Statement in Regenbogen-Debatte

DFB-Star Mats Hummels sitzt bei der EM-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ungarn auf dem Podium.

Mats Hummels erschien am 22. Juni im bunten Shirt zur Pressekonferenz vor dem deutschen EM-Spiel gegen Ungarn – und setzte ein klares Zeichen in der Regenbogen-Debatte. 

München. Es ist das große Thema rund um das Gruppen-Finale der DFB-Elf: Die Stadt München wollte das Stadion am Mittwoch (23. Juni) während des dritten und letzten EM-Gruppenspiels der deutschen Mannschaft gegen Ungarn (21 Uhr, ZDF & MagentaTV) in Regenbogenfarben erleuchten lassen. Einen entsprechenden Antrag hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (63) an die UEFA gestellt. Doch die machte der Aktion einen Strich durch die Rechnung.

Jetzt haben Bundestrainer Joachim Löw (61) und Abwehr-Star Mats Hummels (32) reagiert. So sendete der BVB-Profi bei der Spieltags-Pressekonferenz ein klares Zeichen: Er nahm im bunten Shirt auf dem Podium Platz.

Regenbogen-Debatte: Mats Hummels mit klarem Statement

Der BVB-Profi beantwortete die Fragen der Journalisten im kunterbunten Shirt, auf dem der Schriftzug „Love Unites“ („Liebe vereint“) prangte.

Der Münchner Stadtrat hatte am Montag einen fraktionsübergreifenden Antrag an die UEFA gestellt, die Allianz-Arena in Regenbogen-Farben erleuchten zu lassen. Als Zeichen gegen Diskriminierung und Hass gegenüber der LGBTQ-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer). Doch dieser wurde von der UEFA abgelehnt. Dafür sollen nun 10.000 Regenbogen-Fahnen unter den Stadionbesuchern verteilt werden.

Hintergrund: In Ungarn war am 15. Juni auf Initiative des Ministerpräsidenten Viktor Orbán (58) ein Gesetz verabschiedet worden, welches Jugendlichen die Informationsmöglichkeiten über Homo- und Transsexualität erschwert. Zudem hatten bei den beiden bisherigen EM-Auftritten der Ungarn rechte Fan-Gruppen für mehrere Eklats gesorgt.

DFB-Star Mats Hummels: „Das ist längst überfällig“

Hummels setzte aber nicht nur optisch ein Zeichen, sondern stellte klar: „Das Ziel sollte sein, dass es irgendwann kein großes Thema mehr ist. Persönlich hätte ich die Arena in Regenbogenfarben schön gefunden. Ich bin absoluter Freund davon, Botschaften dieser Art in die Welt zu senden. Ich hatte auch bei der Anreise nach Seefeld solch einen Pulli an. In der NFL hat sich jetzt ein Spieler geoutet. Das ist längst überfällig. Es sollte keine große Sache sein.“

Mats Hummels am 19. Juni im EM-Spiel Deutschland gegen Portugal im Zweikampf mit Bruno Fernandes

Mats Hummels (l.) und das DFB-Team feierten im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Portugal um Bruno Fernandes einen 4:2-Erfolg.

Zudem hatte die UEFA zuletzt Ermittlungen gegen DFB-Kapitän Manuel Neuer (35) eingeleitet, weil dieser bei den beiden ersten EM-Vorrundenspielen mit einer Regenbogen-Kapitänsbinde aufgelaufen war – diese dann aber wieder eingestellt. Der DFB kündigte allerdings an, dass Neuer auch gegen die Ungarn mit der Regenbogen-Binde auflaufen wird.

EM 2021: Mats Hummels spricht über Regenbogen-Debatte

Der UEFA-Absage an die bunte Arena konnte Hummels am Ende sogar noch etwas Positives abgewinnen: „Es gibt seitens der UEFA Gründe, warum der Regenbogen nicht zugelassen wurde. Aber dass dieses Thema in der Öffentlichkeit besprochen wird, ist ein Erfolg“, sagte der Dortmunder.

Auch zum jüngst in den sozialen Medien aufgetauchten „EM-Boyband-Clip“ aus dem DFB-Quartier nahm Hummels schmunzelnd Stellung: „Ich werde es mal in den Raum werfen, dass die Gitarrenrunde ,Somewhere over the rainbow´ einstudiert“, sagte er. In dem Clip hatten Hummels, Kevin Volland (28), Joshua Kimmich (26), Serge Gnabry (25) und Keeper Kevin Trapp (30) den Song „What's up?“ der Band 4 Non Blondes singen und dabei in die Saiten gegriffen.

Auch Bundestrainer Joachim Löw hielt mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. „Grundsätzlich hätte ich mich gefreut, wenn die Lichter angegangen wären. Sportlich ist es wichtig, dass bei uns die Lichter nicht ausgehen. Bei aller Wichtigkeit von Symbolen ist es wichtig, dass diese Werte gelebt werden. Das ist in unserer Mannschaft der Fall. Wir haben in der Vergangenheit auch Zeichen gesetzt – und werden das auch in der Zukunft tun.“

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