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Während Champions-League-Finale 2017Massenpanik: Turins Bürgermeisterin verurteilt

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Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino wurde im Zusammenhang mit der Massenpanik während des Champions-League-Finals 2017 zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Bild stammt von ihrem Amtsantritt 2016.

Turin – Der Abend des Champions-League-Finales 2017 zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) endete in einer tödlichen Massenpanik in der italienischen Metropole, in deren Zusammenhang die Turiner Bürgermeisterin Chiara Appendino (36) am Mittwoch (27. Januar) zu einer 18-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden ist.

  • Die Turiner Bürgermeisterin Chiara Appendino ist zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden
  • Das Urteil wurde im Zusammenhang mit der Massenpanik beim Public Viewing des Champions-League-Finals 2017 zwischen Juventus Turin und Real Madrid gesprochen
  • Bei der Massenpanik am 3. Juni 2017 auf der Piazza San Carlo starben zwei Menschen

Es hätte ein Fußballfest in der Heimatstadt des italienischen Rekordmeisters werden sollen. Am 3. Juni 2017 versammelten sich Tausende Menschen zum Public Viewing des Champions-League-Finals zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4). Doch der Abend endete in einer tödlichen Massenpanik.

Chiara Appendino will in Berufung gehen

Neben Appendino wurden vier weitere Angeklagte, darunter der ehemalige Polizeichef von Turin und Appendinos ehemaliger Stabschef, mit dem gleichen Strafmaß belegt. „Diese tragische Geschichte hat mich tief gezeichnet“, schrieb Appendino am Mittwoch auf Facebook: „Der Schmerz für das, was in dieser Nacht passiert ist, ist immer noch lebendig und ich werde ihn immer mit mir tragen.“ Appendino teilte mit, dass sie das Urteil akzeptiere und respektiere. Sie werde aber in Berufung gehen, da sie für Ereignisse verantwortlich gemacht werde, die durch die „verrückten“ Taten von Kriminellen verursacht worden seien.

Alles zum Thema Juventus Turin

Bei der Massenpanik am 3. Juni 2017 auf der Piazza San Carlo starben zwei Menschen. Mehr als 1.500 wurden verletzt. Insgesamt hatten sich dort 30.000 Menschen versammelt, um das Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) zu sehen.

Die Panik wurde wenige Minuten vor Ende der Partie durch eine Gruppe von Randalieren ausgelöst, die die Menschenmenge mit Pfefferspray besprüht hatte. Vier Mitglieder dieser Gruppe sind bereits wegen fahrlässiger Tötung zu Haftstrafen von zehn Jahren verurteilt worden.

Nach Gerüchten über eine Bombenexplosion brach Panik aus

Augenzeugen hatten über mangelnde Fluchtwege auf dem Platz geklagt. Außerdem habe die Stadt kein Glasflaschen-Verbot verhängt. Die meisten Fans verletzten sich im Gedränge an den Scherben von Flaschen, die illegal von fliegenden Straßenhändlern verkauft wurden. Als Feuerwerkskörper losgingen und sich das Gerücht verbreitete, dass eine Bombe explodiert sei, brach Panik auf dem Platz aus. Die Menschen versuchten zu fliehen, im Gedränge stürzten viele zu Boden und wurden niedergetrampelt. (eha/sid)