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Mainzer Streik-Chaos Beierlorzer: „Mir wäre es als Spieler nie in den Sinn gekommen“

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Achim Beierlorzer, hier beim Bundesliga-Auftaktspiel gegen RB Leipzig, ist seit November 2019 Trainer des FSV Mainz 05.

Mainz – Die Lage ist eskaliert! Nachdem Bundesligist FSV Mainz 05 Stürmer Adam Szalai (32) aus dem Kader geworfen und ihm am Mittwoch sogar eine Teilnahme am morgendlichen Training verwehrt hatte, kam es seitens der Spieler zum Streik – das Training der 05er am Mittwochnachmittag entfiel mangels Teilnehmender.

In einer Pressekonferenz versuchten Trainer Achim Beierlorzer (52) und Sportvorstand Rouven Schröder (44) am Donnerstag, das Geschehene einzuordnen. 

Rouven Schröder: „Das ist einzigartig“

Dem FSV-Boss war die prekäre Lage seines Vereins dabei wohl bewusst. Besonders Art und Weise, sowie das Ausmaß des Spieler-Protests hatten offensichtlich Spuren hinterlassen.

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„Dass eine Mannschaft nicht zum Training kommt, ist eine unangenehme Situation für uns und nach einer Nacht ist uns bewusst geworden, dass das einzigartig ist“, konstatierte ein ernüchterter Schröder eingangs. Der versteht den Streik der Profis als „emotionale Reaktion“ auf die Suspendierung Szalais. 

FSV Mainz 05: Ausschluss von Adam Szalai hatte sportliche Gründe

Eigene Fehler fand der Mainz-Vorstand darin, dass man „den Kommunikationsfluss falsch eingeschätzt“ habe, der auch die Berichterstattung beeinflusst hatte. Die Verantwortlichen des FSV bemühten sich daraufhin, mit manchem vermeintlichen Irrtum aufzuräumen.

So sei der Ausschluss Szalais eine rein sportliche Entscheidung gewesen, wie Schröder erklärte: „Das Thema Adam Szalai hat nichts mit dem Thema Gehalt zu tun. Adam Szalai haben wir bereits im Sommer mitgeteilt, dass Einsatzzeiten für ihn nicht garantiert sein werden. Wir haben ihm gesagt, dass es besser ist, dass er sich einen neuen Verein sucht. Wir haben für uns entschieden, dass wir anderen Spielern eher Kaderplätze geben möchten.“

FSV Mainz 05: Spieler-Streik soll intern aufgearbeitet werden

Den Vorfall möchte der Bundesligist nun schnellstmöglich hinter sich lassen, weitere dieser Art sollen nach Möglichkeit nicht folgen. Klar ist Schröder jedoch schon jetzt, dass „ein Training, das nicht angetreten wird, mit Mainz 05 in Verbindung gebracht wird“. 

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Nach dem Streik ihrer Spieler mussten sich Achim Beierlorzer (l.) und Rouven Schröder (r.), hier zu sehen beim Bundesligaspiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Werder Bremen im Juni 2020, unangenehme Fragen gefallen lassen.

Umso wichtiger ist die Aufarbeitung des Geschehenen, die auf „Wunsch der Mannschaft“ intern gehalten werden soll. Der Streik wird derweil noch am Donnerstag ein Ende finden: „Wir werden heute Nachmittag wieder trainieren und uns auf das Spiel gegen Stuttgart vorbereiten“.

Achim Beierlorzer kann „Solidarität mit Adam Szalai durchaus verstehen“, aber...

Trainer Achim Beierlorzer wünscht sich ebenfalls, dass „der Fußball wieder im Vordergrund“ steht. Bezüglich der Trainings-Verweigerung seiner Mannschaft hat der ehemalige FC-Coach eine ambivalente Meinung. So könne er „den Zusammenhalt der Mannschaft und die Solidarität mit einem Spieler durchaus verstehen“, doch fügt der Fußballlehrer hinzu: „Mir wäre es als Spieler aber nie in den Sinn gekommen, deshalb nicht zum Training zu kommen.“

Der im Rahmen der Berichterstattung vieldiskutierte Trainer sieht sich selbst derweil abseits der Proteste. „Der Streik war ja nicht in meine Richtung gerichtet“, ist sich Beierlorzer sicher. Von den kolportierten Differenzen mit seinen Spielern möchte er nichts wissen, viel mehr glaubt der Cheftrainer, dass seine Mannschaft nun „wieder volle Kanne Richtung Stuttgart“ geht.

Ob Mainz 05 gegen den Aufsteiger am Samstag (15.30 Uhr) aber so „auf dem Platz begeistern“ kann wie es sich die Vereins-Bosse wünschen, bleibt fraglich.

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