„Scham-Moment“ Matthäus spricht über DFB-Job und Katar-WM – Netz reagiert mit Kritik

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Lothar Matthäus äußerte am Sonntag (14. März) bei „Sky90“ unter gewissen Bedingungen seine Bereitschaft für den Job als Bundestrainer.

Unterföhring – Die Bundestrainer-Debatte bleibt auch knapp eine Woche nach der Rücktritts-Ankündigung von Joachim Löw (61) am Dienstag (9. März) spannend. Immer wieder als möglicher Nachfolger gehandelt: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (59).

  • DFB sucht Nachfolger für Joachim Löw
  • Lothar Matthäus gilt als einer der Kandidaten
  • Matthäus spricht über möglichen Bundestrainer-Job

Matthäus verglich seine Situation bereits mit dem damaligen Antritt Franz Beckenbauers (75), den 1984 der öffentliche Druck ins Amt gehievt hatte. Am Sonntag blickte er bei „Sky90“ erneut auf die Möglichkeiten eines Engagements als Bundestrainer. Sein Ausblick auf die WM 2022 in Katar sorgte dagegen für Kopfschütteln.

Lothar Matthäus fordert Einigkeit beim DFB bei Bundestrainer-Suche

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Für den Sky-Experten Matthäus ist klar: Bevor der DFB überhaupt anfragt, muss er sich intern auf eine Wunsch-Lösung verständigen. Verbands-Direktor Oliver Bierhoff (52) müsse daher aktuell „gar nicht anrufen. Der DFB muss sich erst mal selbst finden“.

Sein eher klares Dementi vom Dienstag klang am Sonntag allerdings schon deutlich weniger durch. Sollte sich die Verbandsführung geschlossen für ihn als Lösung entscheiden, würde er einem Engagement offen gegenüberstehen, sagte Matthäus. Womöglich sogar als Übergangsoption, ehe eine langfristige Lösung wie Jürgen Klopp (53) zur Verfügung stünde.

Lothar Matthäus überrascht bei „Sky90“ mit Einschätzung zu WM 2022 in Katar

„Ich bin jemand, der hilft gerne“, meinte Matthäus vielsagend: „Wenn ein Anruf kommen sollte, würde irgendwas da oben klick machen. Das ist auch meine Verpflichtung gegenüber dem deutschen Fußball.“

„Klick“ machte es dagegen noch nicht beim Blick auf die Debatte rund um die WM 2022 in Katar. Während weltweit Boykott-Forderungen wegen Tausender toter Gastarbeiter im Land hochkochen, prognostizierte Matthäus unbeeindruckt: „Ich glaube trotzdem, dass auch 2022 in Katar eine tolle Weltmeisterschaft stattfinden wird.“ Organisationen bemängeln jedoch seit Jahren Menschenrechtsverletzungen im Wüsten-Emirat. Katar sei „auf einem guten Weg“, glaubt der 150-fache Nationalspieler aber.

Wenig überraschend, dass das Statement Matthäus im Netz schnell Kritik einbrachte. „Ehm. Lothar? Hast du überhaupt die Katar-Problematik verstanden? Ist mit dir alles in Ordnung?“, fragte ein Nutzer bei Twitter verdutzt. „Der Scham-Moment, wenn Loddar zu Katar zu politisieren beginnt. Aua“, oder „Matthäus redet sich gerade um Kopf und Kragen“ waren weitere Reaktionen im sozialen Netzwerk.

Lothar Matthäus als neuer Bundestrainer beim DFB gehandelt

Deutlich fundierter waren immerhin die weiteren Aussagen zu den Bundestrainer-Spekulationen. Hansi Flick (56), der ebenfalls als möglicher Kandidat gehandelt wird, wurde von Matthäus in den höchsten Tönen gelobt. Er sei  „der ideale Kandidat für die Nationalmannschaft. Er hat einen guten Kontakt zu den Spielern“.

Die schlechte Stimmung, die in München trotz positiver Ergebnisse zwischen dem Erfolgstrainer und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) herrschen soll, wittert Matthäus als Chance, Flick zurück zum DFB zu holen. „Wenn Bayern München mit Hansi Flick nicht mehr weitermachen kann oder eine Seite will nicht mehr, dann ist für mich der große Favorit beim DFB eben Hansi Flick.“ (bc)

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