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Kommentar zu Messis Kündigung bei Barça Nur ein Mann kann den Abgang noch verhindern

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Lionel Messi zeigte sich beim FC Barcelona zuletzt zunehmend verzweifelt. Hier geht er im Champions-League-Spiel gegen Slavia Prag am 5. November 2019 auf die Knie.

Barcelona – Der drohende Abgang von Lionel Messi (33) beim FC Barcelona versetzt seit Dienstagabend die Fußballwelt in Aufruhr. Während es bereits Spekulationen über Messis neuen Arbeitgeber gibt, könnte der Argentinier unter gewissen Umständen vielleicht doch noch bei Barça bleiben. Dafür müssen persönliche Egos allerdings hinten angestellt werden. Ein Kommentar.

Von einer „explodierten Bombe“ und dem „totalen Krieg“ titeln spanische Medien am Tag nach der Kündigung von Lionel Messi beim FC Barcelona. Kriegsrhetorik für das Wahrnehmen einer vertraglich vereinbarten Ausstiegsklausel.

Allerdings ist der Wechselwunsch des sechsmaligen Weltfußballers nicht bloß eine sportliche Entscheidung, er ist vielmehr ein Politikum rund um den besten Spieler der Welt.

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Die Vereinsführung muss für Lionel Messis Wechselwunsch die Verantwortung übernehmen

Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Führungsriege des Klubs um Präsident Josep María Bartomeu (57), die sich in den vergangenen Jahren mit den Erfolgen des Klubs rühmte. Dabei tat sie selber kaum etwas, um die privilegierte Stellung des Klubs für die Zukunft zu sichern.

Das erste titellose Jahr nach zwölf Jahren geht vor allem auf das Konto der Verantwortlichen, die einen sportlichen Umbruch verschlafen haben, weil sie Hunderte von Millionen Euro mit Transferflops verbrannten und ihnen interne und externe Grabenkämpfe wichtiger erschienen.

Lionel Messi und Barcelonas Vereinsführung bekriegten sich zuletzt öffentlich

Messi, wahrlich nicht als medialer Lautsprecher bekannt, suchte in den vergangenen Monaten vermehrt die Öffentlichkeit, um seinen Unmut zu äußern. Schon länger war klar, dass es im Klub brodelte. Doch anstatt sich zusammenzuraufen, verhärteten sich die Fronten immer mehr.

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Ein Bild aus besseren Zeiten: Josep María Bartomeu und Lionel Messi am 25. November 2017 bei der Vertragsverlängerung bis 2021.

In seinen 15 Jahren als Profi beim FC Barcelona schien ein Abgang Messis trotz vieler Gerüchte nahezu unvorstellbar. Jetzt könnte plötzlich alles ganz schnell gehen. Auch wenn Verein und Spieler unterschiedlicher Auffassung über die Gültigkeit der Ausstiegsklausel sind, deutet alles auf einen Abgang hin. Verhindern könnte das nur noch Präsident Bartomeu, indem er umgehend zurücktritt und der vereinsinternen Opposition mit frischen Ideen und Konzepten für eine Runderneuerung das Feld überlässt.

Lionel Messis Verbleib beim FC Barcelona ist nur bei einem radikalen Wandel möglich

Dass Messi die Nase voll hat, mit Xavi (40) eine weitere Vereinslegende lieber in Katar blieb, statt als Trainer die sich bietende Chance in Barcelona zu nutzen, zeigt: Der Verein hat in den letzten Jahren seine Werte verloren. „Més que un Club“ (dt. „mehr als ein Verein“) lautet das stolze Vereinsmotto der Katalanen, das selten unpassender erschien als derzeit.

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Lionel Messi und Xavi im Jahr 2015. Beide Vereinslegenden stehen auf Kriegsfuß mit dem FC Barcelona.

Barcelona hat sich zu einem Tollhaus entwickelt, einem Pulverfass auf vielen Ebenen. Der Riss durch den gesamten Verein ist mit der aktuellen Chefetage nicht mehr zu kitten. Nur wenn Präsident Bartomeu dafür die Verantwortung übernimmt, könnte der Totalschaden in Form eines Messi-Abgangs noch einmal verhindert werden. Ohne Bartomeu könnte der FC Barcelona sich wieder auf seine Werte besinnen. Dann vielleicht sogar mit Lionel Messi.

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