Abgang rückt näher Messi informiert Koeman, Papa verhandelt mit PSG und Inter

Messi Header Gesicht nah

Lionel Messi plant offenbar den Abgang beim FC Barcelona. Sein Vertrag läuft jedoch noch bis Ende Juni 2021.  

Barcelona – Während sich der FC Bayern München und Paris Saint-Germain auf den Kampf um die europäische Fußball-Krone im Finale der Champions League am Sonntag (21 Uhr/ZDF, Sky und DAZN) vorbereiten, sind sie beim FC Barcelona dabei, aus einem Trümmerhaufen wieder ein stolzes katalanisches Team zu formen.

Weiterhin offen: Mit Lionel Messi (33) oder ohne? Der argentinische Superstar soll nun bei einem Treffen mit dem neuen Trainer Ronald Koeman (57), für das er immerhin seinen Urlaub unterbrochen habe, dem Niederländer gesagt haben, dass er sich schon in der nahen Zukunft eher außerhalb des Clubs sehe als im Verein. Messi sei sich aber auch der vertraglichen Situation bewusst, berichtete der katalanische Privatsender RAC1 am Donnerstagabend.

Messi hat sich nach dem desaströsen 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern weiterhin nicht öffentlich zu seiner Zukunft geäußert, soll aber Präsident Josep Maria Bartomeu (57) nach dem 2:8-Debakel gegen die Bayern seine Wechselabsicht mitgeteilt haben.

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Lionel Messi ließ Bayern-Star Alphonso Davies abblitzen

Nach der Partie gegen die Bayern hat Messi übrigens FCB-Youngster Alphonso Davies (19) abblitzen lassen. Der Kanadier war offenbar scharf auf das Trikot des Superstars. „Ich habe danach gefragt, aber ich glaube, er war etwas angefressen“, erklärte Davies bei „BT Sport“. Möglicherweise besser so, wurde doch der sonst übliche Trikottausch in Corona-Zeiten von der UEFA untersagt. Weil PSG-Star Neymar nach dem Sieg gegen Leipzig mit RB-Verteidiger Marcel Halstenberg noch auf dem Platz getauscht hatte, wurde in englischen Medien gar spekuliert, der Brasilianer könne fürs Finale gesperrt werden. 

Aber zurück zu Messi: Der Vertrag des sechsmaligen Weltfußballers, der vor 20 Jahren aus dem argentinischen Rosario nach Katalonien kam, ist noch bis Ende Juni nächsten Jahres gültig.

Spekulationen, dass Messi den Club verlassen könnte, gibt es seit längerem. Durch die Viertelfinal-Klatsche gegen die Bayern nahmen sie neue Fahrt auf. Koeman, der den Verein wieder zum Erfolg führen soll, will eine Mannschaft um Messi herum aufbauen – aber Messi dabei wohl nicht wirklich mitmachen.

FC Barcelona: Wird hinter den Kulissen schon um die Ablöse für Lionel Messi gepokert?

Barça-Boss Bartomeu hatte die Gerüchte um einen Messi-Weggang bei der Vorstellung Koemans energisch zurückgewiesen und seinen Superstar sowie sieben weitere Profis, darunter auch Torwart Marc-André ter Stegen (28), für unverkäuflich erklärt.

Doch da dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Zum einen sollte Bartomeu sich angesichts der finanziellen Schieflage des Klubs mit knapp einer Milliarde Euro Schulden – davon rund 500 Millionen Euro kurzfristige Verbindlichkeiten – zweimal überlegen, ob er Messi nächsten Sommer ablösefrei ziehen lassen möchte.

Und genauso sollten die sportlichen Entscheidungsträger überlegen, ob ein 33-jähriger – Messis Klasse hin oder her – tatsächlich ein Eckpfeiler für den Neuaufbau sein kann. Einiges spricht dafür, dass hinter den Kulissen längst fleißig gepokert wird, um wenigstens einen guten Preis für den Superstar zu erzielen.

Lionel Messi: PSG und Inter haben Kontakt aufgenommen

Francesc Aguilar, Reporter der in Barcelona herausgegebenen Sporttageszeitung „El Mundo Deportivo-Reporter“ berichtet via Twitter, dass Paris-Saint Germain und Inter Mailand bereits in Kontakt mit Messis Vater und Berater Jorge (62) stünden, um sich über die genaue Situation zu informieren. Beide Klubs haben demnach ihr Interesse hinterlegt. Manchester City mit Messis ehemaligem Förderer Pep Guardiola (49) hingegen habe bislang noch „keinen Finger gerührt“.

In weiteren Tweets führt Aguilar aus, die katarischen PSG-Geldgeber prüften bereits, wie sie Messi ohne Verstöße gegen das Financial Fairplay der UEFA finanzieren könnten, ohne dafür Neymar (28) oder Kylian Mbappé (21) verkaufen zu müssen.

Ein Wechsel nach Paris sei für Messi aus gleich zwei Gründen „appetitlicher“ als Mailand: Neben dem Wiedersehen mit Ex-Barça-Mitspieler Neymar spreche auch die Tatsache, dass das Team von Thomas Tuchel (46) in der Ligue 1 nicht so sehr gefordert sei wie Inter in der Serie A und sich dadurch besser auf das große Ziel Champions League fokussieren könne, für PSG. Messis Dauer-Rivale Cristiano Ronaldo habe dies gerade bei Juventus Turin am eigenen Leib erfahren.

Oliver Kahn warnt vor zu großer Euphorie vor dem Champions-League-Finale

Dem ist kaum zu widersprechen: Während Juve das Finalturnier in Lissabon gar nicht erst erreichte, greift Tuchel mit PSG gegen die Bayern nach dem Pott. Sollte er scheitern, könnte Messi der letzte und entscheidende Baustein auf dem Weg zum Champions-League-Sieg sein. Und auch für eine Titelverteidigung wäre der sechsmalige Weltfußballer natürlich gut zu gebrauchen. (ars/dpa)

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