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Auf Schalke brennt der BaumFührungslos in die Zweitklassigkeit – Egos beerdigen S04

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Manuel Baum hat aus sechs Spielen mit Schalke 04 lediglich drei Punkte geholt. Das Foto zeigt den Schalker Trainer bei der Partie gegen Stuttgart am 30. Oktober 2020.

Gelsenkirchen – Seit 24 Spielen hat Schalke 04 nicht mehr in der Bundesliga gewonnen. Trotz Trainerwechsel steht die Elf von Manuel Baum (41) mittlerweile auf dem letzten Tabellenplatz. Königsblau hat seinen technischen Direktor Michael Reschke (63) entlassen, den Vertrag mit Vedad Ibisevic (36) aufgelöst, Amine Harit (23) und Nabil Bentaleb (26) sind suspendiert.

Schalke bricht auseinander und nur eine Sache macht jetzt noch Hoffnung. Ein Kommentar.

Das Vereinsgelände als Symbolbild: Die Umbaumaßnahmen am Trainingsgelände Berger Feld ruhen, Schalke 04 gleicht einer riesigen Baustelle. Drei Punkte nach acht Spielen, Tabellenplatz 18.

Alles zum Thema Mark Uth

Nach dem 0:2 gegen Wolfsburg und dem damit einhergehenden 24. Bundesligaspiel ohne Sieg ist die Aussicht auf Besserung verschwindend gering – tristes Grau statt Königsblau.

Schalke 04 zerfällt: Aus für Michael Reschke und Vedad Ibisevic

Am Dienstag wurden Konsequenzen gezogen, die Zusammenarbeit mit dem technischen Direktor Michael Reschke beendet, der Vertrag mit Vedad Ibisevic zum 31. Dezember aufgelöst. Amine Harit, der nach einem katastrophalen Auftritt gegen die Wölfe nach 38 Minuten ausgewechselt wurde, trainiert bis auf weiteres individuell, ebenso wie Nabil Bentaleb.

Die Elf von Manuel Baum zerfällt in ihre Einzelteile. Dazu passt, dass Schalke gegen Wolfsburg über 90 Minuten nicht in die Zweikämpfe fand. Der Ex-Kölner Mark Uth (29) hielt nach dem Spiel fest: „Wir sind nicht einen Schritt, wir sind fünf Schritte zu spät. Ich weiß nicht, wie wir so ein Spiel gewinnen wollen.“

Manuel Baum kann einem bei Schalke 04 nur leidtun

Trainer Manuel Baum kann einem dabei nur leidtun. Der Taktik-Tüftler hatte nach zwei Spieltagen die Nachfolge von David Wagner (49) angetreten und musste einen Kader übernehmen, der vorne und hinten nicht zusammenpasst.

Auch die Krise hat den Kader nicht zusammengeschweißt. Benjamin Stambouli (30= zeigte nach seiner Auswechslung gegen Wolfsburg Nerven, dann gerieten Naldo (38) und Vedad Ibisevic im Training aneinander.

Doch in dem Moment, indem ein Führungsspieler wie ein Phönix aus der Asche erstehen und den zerstrittenen Schalker Kader zusammenraufen könnte, fällt stattdessen eine Truppe talentierter Einzelspieler in ihre Einzelteile. Auf Schalke kämpft jeder mit stumpfen Waffen für sich. Bestes Beispiel: Nabil Bentaleb wurde gegen Wolfsburg kurz vor Schluss eingewechselt und versuchte beim Spielstand von 0:2 seine Gegenspieler zu tunneln und starb in Schönspielerei, statt den Abschluss zu suchen.

In Gelsenkirchen geht ein großer Klub in aller Erbärmlichkeit zu Grunde. Die einzige Hoffnung: Unmittelbare Tabellennachbarn wie Mainz, Arminia Bielefeld und der 1. FC Köln müssen kontinuierlich patzen, damit Schalke die Klasse hält. Aus eigener Kraft erscheint dies aktuell unmöglich.

Daher sollte die Schalker Führungsetage schon jetzt die Planungen für die Zweite Liga auf Hochtouren laufen lassen. Manuel Baum wäre es zu gönnen, wenigstens dort einen Kader nach seinen Wünschen zusammenstellen zu dürfen. Dem jetzigen wird auf Schalke keiner hinterhertrauern.