Kölner Fußball-Schock Wegen extremen Vorfalls: Kreisliga-Schiris streiken

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In Köln streikten am Sonntag die Kreisliga-Schiedsrichter.

Köln – Ein Streik der Schiedsrichter in der Kreisliga hat am Sonntag viele Kölner Amateurkicker überrascht.

Die Unparteiischen wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen die ihnen gegenüber zunehmende Gewalt auf den Plätzen setzen.

Überraschend kam der Streik nicht nur für die Vereine, auch der Fußballverband Mittelrhein (FVM) war nicht eingeweiht.

„Es war eine rein eigenmächtige Entscheidung, die weder mit dem Verband, noch mit dem Kreisvorstand abgesprochen war. Wir haben die Entscheidung bewusst erst um 12.30 Uhr und damit 15 Minuten vor Anpfiff der ersten Spiele publik gemacht, damit einzelne Spiele oder der ganze Spieltag nicht im Voraus abgesagt werden können“, erklärte Kai Köhler (38), Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses Köln, gegenüber EXPRESS.

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Kölner Kreisliga A - D: Schiedsrichter streiken

„In der Saison 2018/19 gab es in den Kölner Herren-Kreisligen A bis D zehn tätliche Angriffe gegen Schiedsrichter. Hinzu kommen 56 Vorfälle, in denen der Unparteiische während des Spiels oder nach dem Schlusspfiff beleidigt oder bedroht wurde“, begründen die Schiedsrichter im Kreis Köln den Ausfall der Sonntagspartien.

Das Fass zum Überlaufen brachte ein Vorfall Anfang November, als ein Schiedsrichter von Spielern gejagt und getreten wurde. Eine Glasflasche verfehlte den Unparteiischen der Begegnung Blau-Weiß Köln V – Germania Ossendorf nur knapp. EXPRESS hatte über das Ereignis berichtet.

Die Schiedsrichter im Kreis Köln fordern „eine harte Bestrafung derjenigen, die Schiedsrichter beleidigen, bedrohen oder sogar tätlich angreifen.“ Auch Ordner zum Schutz und eine bessere Betreuung der Schiedsrichter soll erwirkt werden. 

Dennoch konnten nahezu alle Partien ausgetragen werden, da in den Ligen B bis D Betreuer als Schiedsrichter einspringen durften.

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