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Klare Kritik an Deutschlands Nummer 10 Bundestrainer Jogi Löw zählt Julian Brandt an

Brandt_Kopfball

Julian Brandt konnte sich gegen Tschechien (hier Ales Mateju) nur selten in Szene setzen.

Leipzig – Julian Brandt (24) trägt bei der Nationalmannschaft eine berühmte Rückennummer. Von einem Spieler mit der 10 auf dem Trikot kann man erwarten, dass er dem Spiel starke Impulse gibt, es lenkt. „Es ist eine Nummer mit einer großen Bedeutung und natürlich eine Ehre für mich“, sagte der Dortmunder, als er vor zwei Jahren diese Nummer übernahm. „Ich fühle mich bereit, die damit verbundenen Erwartungen von außen zu übernehmen“.

Diesen Erwartungen konnte der Offensivspieler bisher jedoch nur äußerst selten gerecht werden. Beim deutschen 1:0-Sieg Tschechien bestritt Brandt sein 34. Länderspiel. Es war ein weiteres aus der Kategorie „gebrauchter Abend“. Und so passierte nach der Partie etwas eigentlich Unübliches.

Joachim Löw (60) zählte den BVB-Star mit klarer Kritik öffentlich an. „Der Julian“, sagte der Bundestrainer zunächst ganz ruhig. „Der Julian hat ein riesiges Potenzial. Das sieht man im Training. Er war bei der WM 2018 ein Spieler, der, wenn er reinkam, für Bewegung gesorgt hat. Woran wir bei ihm arbeiten müssen, ist die Konstanz. Er hat so viel Können in seinen Aktionen, aber er ist ein bisschen schwankend in den Leistungen.“

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Löw-Brandt

Joachim Löw äußerte deutliche Kritik an Julian Brandt nach dem Länderspiel.

Aus diesem Grund hatte Löw noch am Spieltag ein Gespräch mit dem Borussen geführt, ihm mitgeteilt, dass er von ihm allmählich „den nächsten Schritt“ in der persönlichen Entwicklung erwarte. Herauskam eine fahrige Leistung voller Abspielfehler und schwacher Abschlüsse. Wie katastrophal er in der 32. Minute frei stehend den Ball aus 13 Metern in den Himmel drosch, war schon fast ein Kunstwerk. Er sei „nicht immer glücklich in seinen Aktionen“ gewesen, urteilte Löw. Seit seinem DFB-Debüt im Mai 2016 kommt der Ex-Leverkusener auf lediglich drei Tore.

Joachim Löw: „Julian Brandt muss den nächsten Schritt machen“

Dabei hat er viele gute Anlagen. „Das Potenzial ist sehr, sehr gut und sehr, sehr groß. Er hat so viel Können und so viel Tempo in den Aktionen, gutes Eins-gegen-eins-Verhalten und einen guten Abschluss. Aber er muss das auf den Platz bringen“, sagte Löw zu Brandts großen Fähigkeiten. Mit seiner hohen Qualität könne er der Mannschaft helfen, glaubt Löw. „Er muss die nächste Hürde überspringen und den nächsten Schritt machen“.

Angesichts der großen Konkurrenz im Offensivbereich bei der Nationalmannschaft muss Brandt nun um seinen Platz im EM-Kader bangen. „So eine Chance wie die zum 2:0 muss er nutzen, um nachhaltig Ansprüche anmelden zu können“, sagte auch RTL-Experte Michael Ballack (44), der genau wie Löw monierte: „Er macht aus seinen Möglichkeiten viel zu wenig.“

Samstag besteht Deutschlands Offensive aus Gnabry, Goretzka, Sané und Werner

Am Samstag gegen die Ukraine (20.45 Uhr, ZDF) kehren Serge Gnabry (25), Leon Goretzka (25), Leroy Sané (24) und Timo Werner (24) zurück ins deutsche Team. Da wird für Brandt – erst recht nach dieser Leistung – wieder nur ein Bankplatz übrig sein. „Jeder konnte sich gegen Tschechien in Szene setzen und Ansprüche anmelden“, sagte Löw. Brandt hat diese Chance verpasst.

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