Kündigung finanziell darstellbar Ex-DFB-Boss Grindel mischt sich in Löw-Debatte ein

Neuer Inhalt

Auch Reinhard Grindel mischt sich in die Debatte um Nationaltrainer Joachim Löw mit ein. Das Foto zeigt den Ex-DFB-Präsidenten am 20. Juli 2018 bei einem Termin vor der DFB-Zentrale in Frankfurt.

Frankfurt – Jetzt mischt sich auch noch der ehemalige DFB-Boss Reinhard Grindel (59) in die Debatte um Nationaltrainer Joachim Löw (60) ein.

Aus seiner Sicht wurde die Weiterbeschäftigung von Löw nicht aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln getroffen.

„Kein Journalist kennt den Vertrag von Joachim Löw. Deshalb sollte niemand die Behauptung aufstellen, der DFB könne sich schon aus wirtschaftlichen Gründen eine Trainerentlassung nicht leisten“, sagte Grindel in einem Interview bei „sport1.de“

Alles zum Thema DFB

Reinhard Grindel war für Löws Vertragsverlängerung mitverantwortlich

Entscheidend seien laut Grindel immer die sportlichen Gründe. Bis April 2019 war Grindel selbst Präsident beim DFB und war für die Verlängerung von Löws Vertrag (bis 2022) vor der WM 2018 mitverantwortlich.

„Es war keine Entscheidung im Alleingang. Ich stehe aber zu dieser Vertragsverlängerung, weil damals im Frühjahr 2018 eine große Organisationsreform beim DFB durchgeführt wurde“, sagte Grindel.

Auf die Frage, warum mit Löw nicht wie mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) bis 2024 verlängert wurde, antwortete Grindel: „Diese Laufzeit erschien uns zu groß.“

Löw-Debatte hätte im Keim erstickt werden müssen

Grindel zeigte sich von der Debatte um Bundestrainer Löw irritiert. Diese hätte der DFB im Keim ersticken müssen. Die fast zweiwöchige Diskussion habe keine der Parteien gestärkt.

Die Arbeit seines Nachfolgers Fritz Keller (63), der sich im Verband mit einem seit Monaten schwelenden Machtkampf auseinandersetzen muss, wollte Grindel nicht bewerten. Er sagte jedoch: „Das Amt des Präsidenten ist ein schweres. Alle, die  beim  DFB Verantwortung tragen, sollten ihren Beitrag dazu leisten, dass man dieses schwere Amt nicht noch schwerer macht. Das ist für das Ansehen in der Fußballwelt wichtig.“ (ek)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.