„In Terminkalender geschissen“  Böhmermann zerlegt Rummenigge, Zeigler legt nach

Rummenigge6.3.

Karl-Heinz Rummenigge am 5. Februar 2021 beim Spiel bei Hertha BSC in Berlin mit nicht ganz korrekt sitzender Maske. Jan Böhmermann kritisierte den Boss des FC Bayern München scharf.

Köln – Mit seinem neuesten Thema überraschte ZDF-Moderator Jan Böhmermann (40) das Publikum. Unter dem Titel „Böhmis wunderbare Welt des Fußballs“ in seiner Sendung „ZDF Magazin Royal“ begrüßte der aus Bremen stammende Moderator seinen ehemaligen Radio-Kollegen Arnd Zeigler (55). Zusammen sprachen sie in der Sendung vom Freitag (5. März) über Karl-Heinz Rummenigge (65), die Klub-WM in Katar, die Weltmeisterschaft 2022, krumme Machenschaften und die immer weiter sinkende Lust am Fußball. Besonders Arnd Zeigler wurde dabei deutlich.

  • Jan Böhmermann spricht in neuer Folge des ZDF Magazin Royals kristisch über Fußball
  • Gast Arnd Zeigler wird bei Themen wie der Klub-WM und der WM 2022 in Katar deutlich
  • Der Rundumschlag dürfte besonders Karl-Heinz Rummenigge nicht gefallen

„Sie erkennen ihn am Rüssel“, begann Böhmermann seine Sendung zu einem Bild von Karl-Heinz Rummenigge, auf dem der Bayern-Boss die Schutzmaske wie so oft auf Halbmast hängen hatte. „Vorbestrafter Uhrensammler und im Nebenberuf Vorstandsvorsitzender der Bayern München AG“, drückte der ZDF-Moderator den 65-Jährigen gleich in ein Licht, indem Böhmermann ihn für die folgenden 19 Minuten von allen Seiten kräftig beleuchtete – natürlich zu dessen Nachteil. 

Jan Böhmermann kritisiert Sonderrolle des Fußballs in der Pandemie

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Böhmermann sprach anschließend über den Profifußball in der Pandemie. Zuerst ließ sich der ZDF-Moderator über die von Rummenigge angestoßene Impfdebatte im Profifußball aus und sprach anschließend über den Ausflug der Bayern nach Katar zur Klub-WM.

Dann setzte Böhmermann mit dem Skalpell zur Untersuchung des Sonderstatus des Fußballs in der Pandemie an. Diesen legitimierte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (51) damit, dass er nur funktionieren würde, „wenn er gespielt wird“. Dabei stellte Seifert einen Vergleich mit der Autoindustrie und der Luftfahrt an, da diese auch nicht aus dem Home Office arbeiten könnten.

Ein Vergleich, der Böhmermann gar nicht schmeckte, da sowohl die deutsche Auto-, als auch Luftfahrtindustrie einen vielfachen Umsatz im Vergleich zur DFL machen. Weshalb der Fußball weiter fortlaufen darf, während Theater-, Konzert-, und Opernveranstalter dicht machen müsen, obwohl diese ebenfalls deutlich mehr Umsatz generieren als die DFL, kritisierte Böhmermann stark.

„Ich habe noch keine Privatflugzeuge mit 22 Veranstaltungstechnikern, Bühnenbauern oder Orchestermusikern gesehen, die sich in Katar eine Siegprämie von vier Millionen Euro abgeholt haben“, schoss Böhmermann scharf gegen die Ungleichbehandlung der Branchen.

Arnd Zeigler spricht bei Jan Böhmermann Klartext

Nach dem Rundumschlag kam Gast Arnd Zeigler, Moderator der Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, auf die Bühne, um in einem Gespräch mit Jan Böhmermann die Situation aus seiner Wahrnehmung zu besprechen. Arnd Zeigler war dabei weit weniger zu Späßen zu mute, stattdessen setzte der Stadionsprecher von Werder Bremen zu vielen derben Seitenhieben an.

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Arnd Zeigler (l.), hier mit Alexander Bommes, hat eine klare Haltung zur Klub-WM in Katar. Das Foto wurde am 11. April 2016 aufgenommen.

Auf den Turniersieg der Bayern in Katar angesprochen, erklärte Zeigler, die Klub-WM sei „eine, von mittlerweile unübersichtlich vielen Wettbewerben, die keinen Sinn mehr ergeben, die einfach nur in den Fußballterminkalender hineingeschissen worden sind.“

Auch die Nations- und die neugegründete Conference League bekamen ihr Fett weg. Anschließend stellte Zeigler eine rhetorische Frage: „Wenn Fußball immer schon so gewesen wäre wie jetzt gerade, wären wir dann jemals Fans geworden? (...) Ich glaube nicht.“

Klare Worte, die viele Zuschauer zum Nachdenken anregen könnten. Arnd Zeigler wird am Sonntag wieder auf Sendung gehen, in seinem, wie er es in Anspielung auf Böhmermanns Formattitel nannte, „WDR Magazin Royale“. Fraglich, ob er die Freude am Fußball bis dahin wiedergefunden hat.

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