Horror-Serie hält an Cordoba schockt Schalke – Ex-FC-Star Uth mit Ansage an Klub-Bosse

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Jhon Cordoba (l.) erzielte beim Comeback für Hertha BSC das zwischenzeitliche 2:0 gegen den FC Schalke 04 um Ozan Kabak. Am Ende siegten die Hauptstädter trotz Stotter-Start souverän mit 3:0.

Berlin – Der FC Schalke 04 bleibt auch im neuen Bundesliga-Jahr im absoluten Krisen-Modus. Beim Debüt des neuen Cheftrainers Christian Gross (66) gab's für die Königsblauen am Samstagabend im Auswärtsspiel bei Hertha BSC erneut keine drei Punkte. Im Gegenteil: Nach der 0:3-Niederlage hält die historische Horror-Serie der Gelsenkirchener an.

Seit nunmehr 30 Spielen am Stück sind die Schalker in der Bundesliga sieglos. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ist es nun so weit: Dann können Gross und sein Team den unrühmlichen Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Spielzeit 1965/66 einstellen. Die Hauptstädter waren seinerzeit 31 Spiele in Folge ohne Erfolg geblieben.

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Christian Gross erlebte im Auswärtsspiel bei Hertha BSC ein misslungenes Debüt als Cheftrainer des FC Schalke 04.

Einige Tasmania-Fans waren vor Beginn der Partie sogar am Olympiastadion aufmarschiert und hatten den Schalkern mit Plakaten und Sprechchören Mut gemacht. Sie wollen ihren „legendären Rekord“ nämlich behalten – und drückten den Königsblauen dafür gegen den Stadtrivalen die Daumen. Letztlich vergebens...

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FC Schalke 04 jagt weiter den Negativrekord von Tasmania Berlin

Dabei waren die Schalker, bei denen Ex-FC-Angreifer Mark Uth (29) drei Wochen nach seinem schlimmen Horror-Crash im Spiel beim FC Augsburg sein Comeback gab, durchaus vielversprechend in die Partie gestartet: Bissig und zielstrebig präsentierte sich das Tabellenschlusslicht unter Gross, der sein Team offenbar richtig eingestellt hatte. „Wir sind schwer reingekommen, es war ein bisschen zäh“, gab auch Hertha-Coach Bruno Labbadia (54) zu.

Und in der 28. Minute wäre es dann fast so weit gewesen: Aber Uth vergab nach einem Konter die Riesen-Chance zum Schalker 1:0! „Das nehme ich dann auf meine Kappe“, kommentierte der enttäuschte Ex-Kölner die Aktion. Uth haderte: „Ansonsten ist es zu einfach, gegen uns Tore zu schießen.“

Uth forderte bei Sky zudem Verstärkungen: „Wenn wir so spielen, sind wir nicht wettbewerbsfähig“, sagte der Angreifer. „Die Verantwortlichen müssen auf dem Transfermarkt tätig werden. Wir brauchen Spieler, die uns sofort helfen“, forderte Uth.

Denn es sollte sich rächen: Erst traf Mattéo Guendouzi (21) acht Minuten später per sehenswertem Schlenzer zum 1:0 für die Hausherren, dann stand ein weiterer Ex-Kölner im Mittelpunkt: Jhon Córdoba (27), der nach Bänderverletzung im Sprunggelenk sein Hertha-Comeback feierte, drosch den Ball in der 52. Minute trocken in die Schalker Maschen – 2:0 für die Berliner! Joker Krzysztof Piatek (25) stellte für Labbadias Team schließlich noch auf 3:0 (80.).

„Das zweite Gegentor hat uns ein bisschen das Genick gebrochen. Da war der Elan dann weg. Wir müssen unbedingt schauen, dass wir effizienter sind vor dem Tor“, erklärte Gross.

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Mattéo Guendouzi brachte Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 mit seinem 1:0 auf die Siegerstraße.

Für den auserkorenen S04-Retter könnten die kommenden beiden Spieltage nun die bittersten seiner Trainer-Laufbahn werden. Gewinnen die Gelsenkirchener nicht gegen Hoffenheim und vergeigen auch das Spiel am Sonntag darauf (17. Januar) bei Eintracht Frankfurt, würde der Schweizer zum neuen „Rekordtrainer“ der Königsblauen – allerdings zu einem, den sich auf Schalke ganz sicher niemand wünscht. (kos)

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