„Eingeladen, weil kein anderer Zeit hatte“ Lehmann mit skurrilem Doppelpass-Auftritt

Neuer Inhalt

Jens Lehmann war am Sonntag beim Doppelpass zu Gast. Als Aufsichtsrat bei Hertha BSC sollte er Rede und Antwort stehen.

München – Hertha BSC hat am Freitag das Derby gegen Union Berlin mit 3:1 gewonnen. Dennoch liegt der Big City Club mit elf Punkten auf Platz elf und trotz des Sieges weiter hinter Union Berlin.

Jens Lehmann (51), der im Aufsichtsrat der Hertha-Kommanditgesellschaft sitzt, sollte im Doppelpass am Nikolaussonntag auf Sport1 Rede und Antwort stehen. Doch die Diskussion über die Zukunft der Hertha war vielmehr eine Aneinanderreihung von Ausweichmanövern von Jens Lehmann.

Jens Lehmann: „Man muss nicht alle Fragen beantworten“

Zu Beginn der Hertha-Debatte fragte Moderator Thomas Helmer, was Union besser mache als Hertha. Lehmann: „Man muss nicht alle Fragen beantworten.“

Schon da reagierten die Fans in den sozialen Netzwerken mit Unverständnis und warfen vor allem Helmer vor, dass er nicht nachgehakt habe.

Bobhayle twitterte beispielsweise: „Ein richtiger Moderator hätte nachgebohrt bei Lehmann, warum Union besser als Hertha ist…“

Nach einem kurzen Einspieler stellte man Lehmann die Frage, ob die Windhorst-Millionen bei der Hertha gut investiert wurden. Daraufhin fing der ehemalige Nationaltorwart erneut an, sich um klare Antworten zu winden und sorgte mit einer wirren Aussage für Aufsehen. „Wenn man hier eingeladen wird, ist es natürlich auch so, dass wahrscheinlich kein anderer Zeit hatte.“

Lehmann wurde erst am Samstagabend kurzfristig für den verletzen Max Kruse (Union Berlin) eingeladen. 

Lehmann erklärte, er dürfe sich als Aufsichtsrat nicht groß öffentlich äußern. Das Investment von Lars Windhorst sieht er als einen Vorreiter im deutschen Fußball. „Viele andere Vereine würden sich ein solches Modell wünschen“, sagte Lehmann und bat um Geduld. „Der Weg auf lange Sicht wird nach oben führen, das Investment ist nachhaltig und Windhorst ist langfristig motiviert.“

Auch Moderator Thomas Helmer in der Kritik

Generell zeigten sich die Fans kritisch mit der Ausgabe des Doppelpasses. Nach der heftigen Kritik an den rassistischen Aussagen von Steffen Freund in der vergangenen Woche waren die Experten sichtlich bemüht, nicht erneut Aufsehen zu erregen.

Am Ende der Hertha-Debatte zeigte sich Helmer dann mit einem Augenzwinkern doch gnädig mit Lehmann. „Jens, das nächste Mal bekommst du alle Fragen im Voraus.“ (eha)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.