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Nach peinlicher Pokal-Pleite Hohn und Spott für Labbadias Hertha

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Hertha-Coach Bruno Labbadia verpasste den Einzug in die zweite Pokal-Runde.

Braunschweig – Für Hertha BSC war die 4:5-Schlappe in der ersten Pokalrunde beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig ein Desaster. Nach der Blamage hagelte es viel Kritik für die hochambitionierten Hauptstädter.

Nun müssen die Berliner in der Bundesliga umso dringlicher liefern.

Das dürften nicht nur zahlreiche Hertha-Fans so sehen – auch Lars Windhorst (43), der millionenschwere Investor der alten Dame, könnte brennend daran interessiert sein, Zählbares einzufahren und einen kolossalen Fehlstart des selbsternannten „Big City Clubs“ abzuwenden.

Hertha BSC: Pokal-Blamage gegen Zweitliga-Aufsteiger Braunschweig

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Für Trainer Bruno Labbadia (54) war „gefühlt jeder Schuss ein Gegentreffer“, Torhüter Alexander Schwolow (28) sprach ernüchtert von einem „Albtraumspiel“. Nach der 4:5-Pokalpleite beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig war man ganz schön kleinlaut. Oder einfach nur wütend wie Kapitän Niklas Stark (25): „4:5 - das klingt beschissen und ist beschissen.“

Seit 35 Jahren träumt man bei den Berlinern von einem Pokalfinale im Olympiastadion, diesmal waren schon die zweitklassigen Niedersachsen eine zu hohe Hürde. Angesichts des 374 Millionen Euro schweren Engagements von Investor Lars Windhorst muss der Bundesliga-Auftakt gegen Werder Bremen gelingen, ansonsten dürfte gleich zu Beginn der neuen Spielzeit gehörig Unruhe ins Lager der Hertha einkehren.

Bruno Labbadia erkennt den Ernst der Lage – dennoch bleibt er positiv

Ein erfahrener Coach wie Labbadia weiß natürlich um die Brisanz der aktuellen Situation, dementsprechend war er bemüht, auf die aus seiner Sicht positiven Erkenntnisse der unerwarteten Niederlage hinzuweisen. „Nach vorne hin haben wir viel richtig gemacht, genug Torchancen herausgearbeitet und als Mannschaft auch Moral gezeigt. Aber defensiv müssen wir konsequenter sein und weniger Fehler machen“, sagte der 54-Jährige.

Schon nach drei Testspiel-Niederlagen ohne eigenen Torerfolg hatte es an der Spree rumort. Diesmal war das Defensiv-Verhalten bei den Gästen mangelhaft. Auch der neue Keeper Schwolow blieb nicht ohne Patzer und sah beim ersten Gegentor nach nur 63 Sekunden nicht gut aus. Abwehr-Chef Stark selbstkritisch: „Wir müssen mehr dagegenhalten.“

Hertha BSC erntet Spott nach Blamage

Besonders heiß diskutiert wurde die Niederlage der alten Dame in den sozialen Netzwerken. Zahlreiche User ließen kein gutes Haar an der Hertha, die mit ihrem Erstrunden-Aus genügend Zündstoff für Hohn und Spott bot.

„Wenn du einen Big City Club bei Wish bestellst...“, postete ein User auf Twitter, der sich in Anbetracht der Niederlage gegen den Zweitliga-Aufsteiger über den selbst gewählten Spitznamen der Labbadia-Elf lustig machte.

Ein anderer User richtete seinen Spott an Mittelfeld-Akteur Lucas Tousart (23), der Anfang des Jahres für rund 25 Millionen Euro von Olympique Lyon gekommen war, zwischenzeitlich aber wieder an die Franzosen verliehen wurde.

Leider endete die Leihe des 23-jährigen Franzosen zum scheinbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn mit dem Ende des Leihgeschäfts verpasste der defensive Mittelfeldspieler das Champions-League-Halbfinale der Lyoner gegen die Bayern.

Die Pokalpleite gegen Braunschweig wird wohl dafür nicht die beste Wiedergutmachung gewesen sein.

Die Berliner gerieten bereits in der ersten Spielminute mit 0:1 in Rückstand, nachdem Braunschweigs Martin Kobylanski (26) nach direktem Freistoß traf.

Beim frühen Gegentreffer nach ruhendem Ball war die Hertha-Mauer alles andere als organisiert.

„Wo stehen wir? - Das fragen sich viele Teams vor Saisonstart und Herthas Freistoßmauer tut das immer noch“, nahm ein User das unkoordinierte Defensiv-Verhalten der Berliner auf die Schippe. (sid)

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