Flick, Klopp & Co. schlagen Alarm Immer mehr Verletzte durch Extrem-Belastung

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Bayern-Trainer Hansi Flick muss nach dem 3:1-Sieg über den VfB Stuttgart um gleich vier Stars bangen.

Stuttgart – „Ich bin definitiv sehr müde“, gab Leon Goretzka (25) nach dem 3:1-Sieg des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart angesichts der enormen Belastung in den vergangenen Wochen zu. Der Sieg des Rekordmeisters am Samstagnachmittag war teuer erkauft, denn mit Corentin Tolisso, Lucas Hernandez, Jerome Boateng und Javi Martinez gehen vier Spieler angeschlagen aus der Partie.

Hohe Belastung ist für Hansi Flick keine Ausrede

Trainer Hansi Flick (55) nahm das offene Geständnis von Goretzka mit einem Schmunzeln: „Wenn Leon das so sagt, muss man das so stehen lassen“, sagte der Meistertrainer. Zwar lässt Flick die hohe Belastung nicht als Ausrede gelten, allerdings sieht er nicht nur bei seiner Mannschaft die Auswirkungen des extremen Spielplans. „Man muss nur in alle Vereine reinschauen, die international spielen. Das ist einfach eine enorme Belastung und dann ist einfach am Ende der einzelne Spieler der Leidtragende“, sagte Flick.

Auch Jürgen Klopp und Pep Guardiola schimpfen über die extreme Belastung

Damit springt er auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (53) zur Seite, der zuletzt immer häufiger gegen die „Termin-Hatz“ (Klopp) schießt. Beim bitteren Unentschieden gegen Brighton & Hove Albion musste James Milner (34) verletzt ausgewechselt werden. Liverpool musste am Samstag schon um 13.30 Uhr ran, nachdem es erst am Mittwochabend in der Champions League gegen Atalanta Bergamo spielte.

Auch Manchester Citys Trainer Pep Guardiola (49) schoss in Richtung Premier League und der TV-Sender. „Es ist ein Desaster! Wir schützen die Spieler nicht“, schimpfte Guardiola zuletzt. „Spiele, Spiele, Spiele – weil es das Fernsehen so will!“

Die dringend benötigte Pause werden die drei Star-Trainer ihren Schützlingen trotzdem nicht wirklich gönnen können. Flicks Bayern kämpfen seit Wochen – zumeist erfolgreich – gegen einen extremen Spielplan und ihre eigene Müdigkeit an. Schon am Dienstag (21.00 Uhr) müssen sie wieder in der Champions League bei Atlético Madrid ran – möglicherweise mit einer Schon-Elf, weil die Bayern schon als Gruppensieger feststehen.

„Wir wissen alle, dass wir aktuell keinen Schönheitspreis bekommen. Aber wir liefern Ergebnisse“, sagte Flick, der immerhin zugab, dass seine Mannschaft sich „gerade am Limit“ bewegt. Noch reicht es aus. Die Frage ist nur, wie lange noch. Diese Frage wird Hansi Flick mit Sicherheit nicht öffentlich stellen.

Am nächsten Samstag empfängt der Tabellenführer dann Verfolger RB Leipzig zum Bundesliga-Spitzenspiel. Spuren hinterlässt die Mehrfachbelastung schon jetzt. Joshua Kimmich und Alphonso Davies fehlten schon in Stuttgart verletzt, jetzt kommen die angeschlagenen Tolisso, Hernandez, Boateng und Martinez hinzu.

FC Bayern profitiert vom BVB-Patzer gegen den 1. FC Köln

Untersuchungen am Sonntag sollten Aufschluss über Art und Schwere ihrer Verletzungen geben. Trotzdem jammerte Flick auch in Stuttgart nicht. Seine Mannschaft machte erneut ungewohnte Fehler, ja, aber sie gewann auch dieses Spiel beim mutigen Aufsteiger - und profitierte zudem vom überraschenden Dortmunder 1:2-Patzer gegen den 1. FC Köln.

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