Bundestrainer-Suche Klopp winkt deutlich ab: Ein Trainer ist jetzt großer DFB-Favorit

Frankfurt – Die Suche nach einem neuen Bundestrainer hat gerade erst begonnen, da gibt es auch schon einen ersten Favoritenwechsel. Nachdem am Dienstag (9. März) zunächst Jürgen Klopp (53) als heißer Kandidat galt, ist nach dessen kategorischer Absage inzwischen Bayern-Trainer Hansi Flick (56) in der Pole-Position für die Nachfolge von Joachim Löw (61).

  • DFB sucht Nachfolger für Joachim Löw
  • Jürgen Klopp als Bundestrainer keine Option
  • Hansi Flick und Ralf Rangnick im Gespräch

Denn während Klopp ein Liverpool-Aus zugunsten einer Tätigkeit beim DFB wiederholt ausschloss, scheint Flick trotz der Titelserie in anderthalb Jahren beim FC Bayern nicht grundsätzlich abgeneigt.

Jürgen Klopp steht als Nachfolger für Joachim Löw nicht zur Verfügung

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„Es funktioniert einfach nicht“, sagte Jürgen Klopp im Sky-Interview, nachdem er schon am Dienstag öffentlich abgesagt hatte. In den ersten Stunden nach Vermeldung des Löw-Rücktritts galt er bei vielen als Favorit auf den Job als neuer Bundestrainer.

Nun wurde der 53-Jährige noch deutlicher: „Selbst wenn Liverpool mich jetzt rausschmeißen würde, dann werde ich ganz sicher ein Jahr Pause machen.“ Die Tür für den DFB, der eine Lösung für die Nachfolge von Joachim Löw ab Sommer sucht, ist damit definitiv zu.

Einen Spalt breit geöffnet lässt sie dagegen Flick, der als Co-Trainer beim WM-Triumph 2014 und später als Sportdirektor bereits viel Erfahrung im Kreis der Nationalmannschaft sammelte.

Zwar besitzt auch Flick noch einen langfristigen Vertrag und ist bis 2023 in München gebunden. Allerdings soll es zwischen ihm und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) in Sachen Kaderplanung kriseln.

DFB will Hansi Flick vom Job des Bundestrainers überzeugen

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) „flirtete“ schon vor Wochen öffentlich mit Flick („Ich wäre verrückt, wenn ich das ausschließen würde“) – vergeblich, wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (65) glaubt. „Wäre ich Trainer und sollte vom Arbeitgeber FC Bayern zum Arbeitgeber DFB wechseln, würde mir das lediglich ein Schmunzeln entlocken“, sagte Bayerns Vorstandsboss bei Sport1.

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Hansi Flick, hier am Samstag (6. März) beim Bayern-Heimspiel gegen den BVB, gilt als einer Wunsch-Lösungen des DFB für die Nachfolge von Joachim Löw.

Es heißt, Flick wolle seine Situation in München nach der Saison neu bewerten. Dann könnte es aber zu spät sein, dem Vernehmen nach möchte der DFB die Löw-Nachfolge vor dem EM-Start am 11. Juni geregelt haben. In diesem Fall würden andere Kandidaten nach oben rücken.

Ralf Rangnick oder Stefan Kuntz? Gegensätzliche Kandidaten mit Außenseiter-Chancen

Der vereinslose Ralf Rangnick stünde beispielsweise sofort parat. Das Fachwissen des früheren Erfolgs-Architekten von RB Leipzig ist unbestritten, Zweifel dürften jedoch an seiner nicht selten pedantischen Art bestehen. Die Anstellung Rangnicks würde an den Antritt von Jürgen Klinsmann (56) beim DFB 2004 erinnern.

Der Nachfolger von Rudi Völler (60) krempelte beim DFB vieles um, das gefiel längst nicht jedem. Auch unter Rangnick könnten festgefahrene Strukturen aufgelockert oder gar infrage gestellt werden. Der DFB würde sich mit Rangnick nicht für die bequemste Lösung entscheiden.

Das Gegenteil verkörpert Stefan Kuntz (58). Der U21-Trainer genießt aufgrund seines loyalen und kumpelhaften Auftretens großes Ansehen im DFB. Er könnte auch als Übergangslösung installiert werden, bis der Wunschkandidat (Klopp oder Flick) zur Verfügung steht. Für diese Theorie spricht, dass die WM 2022 in Katar erst im Winter stattfindet.

Joachim Löw geht nach Rücktritt entlastet in EM 2021

Man nehme sich „die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß einen Nachfolger zu benennen“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller (63). Julian Nagelsmann (33, RB Leipzig) hat bereits abgewunken. Marcus Sorg (55) wäre als interne Lösung eine Überraschung.

Die Spekulation kann Löw herzlich egal sein. Mit dem angekündigten Rücktritt hat sich der Bundestrainer von Fesseln befreit, die Dauer-Diskussion um seine Zukunft und der Druck, den Umbruch fortzusetzen, sind weg. Für ihn zählt nur noch der Erfolg bei der EM, für den er die aussortierten Weltmeister Thomas Müller (31), Mats Hummels (32) und Jerome Boateng (32) zurückholen könnte, ohne sein Gesicht zu verlieren. (sid/bc)

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