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Fußball-WM in Katar Bekannte Organisation macht Druck auf die FIFA

Stadien-Bau zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar

Die Bauarbeiten zur Fußball-WM 2022 in Katar stehen wegen der schlechten Arbeitsbedingungen stark in der Kritik. Hier ein Foto von der Baustelle von dem Lusail-Iconic-Stadion in Lusail am 16. Februar 2020.

Katar – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Fußball-Weltverband FIFA am 21. März aufgefordert, mehr Druck auf den kommenden WM-Gastgeber Katar auszuüben. Die Hoffnung: Eine Verbesserung der Bedingungen für die Arbeitskräfte in dem Golfstaat.

  • Amnesty International fordert FIFA zu schärferen Kontrollen der Baustellen in Katar auf
  • Regierung in Doha führt Mindestlohn für Arbeitskräfte ein
  • Arbeitsmigranten werden trotz Reformen weiterhin ausgebeutet

Amnesty International kritisiert Umsetzung von Reformen in Katar

„Katar hat in den letzten Jahren eine Reihe positiver Reformen durchgeführt, zum Teil als Reaktion auf die verstärkte Kontrolle nach der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft“, hieß es in einer Erklärung, „aber zu oft werden diese nicht richtig umgesetzt. Tausende von Arbeitsmigranten werden weiterhin ausgebeutet und missbraucht.“

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Amnesty International kritisierte, dass die Vorschläge, die von Katars beratendem Shura-Rat debattiert würden, „einen Großteil des Fortschritts, den die Reformen gebracht haben, wieder zunichte machen, unter anderem durch die erneute Einschränkung der Rechte, den Arbeitsplatz zu wechseln und das Land zu verlassen“.

Die vorgeschlagenen Änderungen bedürfen allerdings der Zustimmung der Regierung. Offizielle Quellen in Doha haben der französischen Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, dass diese nicht akzeptiert werden sollen.

Katar: Amnesty International fordert Baustellen-Überwachung von der FIFA

FIFA-Präsident Gianni Infantino rief zuletzt zu Fairness bei der Beurteilung der Menschenrechtslage in Katar auf. Amnesty International legte Infantino nahe, eine „unabhängige und regelmäßige“ Überwachung aller Baustellen und Projekte für 2022 einzuführen, um Rechtsverletzungen aufzudecken und zu verhindern.

„Die FIFA hat die Möglichkeit, dazu beizutragen, Katar zu einem besseren Ort für Wanderarbeiter zu machen“, hieß es in dem Statement.

Mindestlohn auf WM-Baustelle in Katar erhöht

Am Samstag trat ein Mindestlohn von 275 Dollar pro Monat (umgerechnet 230 Euro) für alle Arbeiter in Katar in Kraft, was von der Regierung in Doha als einmalig in der Region angepriesen wurde.

Das Arbeitsministerium erklärte, die Maßnahmen würden „Investitionen in der lokalen Wirtschaft ankurbeln und das Wirtschaftswachstum vorantreiben“.

6500 Gastarbeiter bei Bauarbeiten für Fußball-WM in Katar ums Leben gekommen

In der Vergangenheit stand Katar vor allem wegen des Kafala-Systems, das moderner Sklaverei gleichkomme, und aufgrund der vielen Todesfälle beim Bau der Stadien international in der Kritik.

Laut einer Recherche der renommierten britischen Zeitung Guardian starben seit der Vergabe des Turniers vor mehr als zehn Jahren an den Persischen Golf etwa 6500 Gastarbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka auf WM-Baustellen. (sid, sj)

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