Norwegischer Klub ruft zu WM-Boykott auf Ex-FC-Trainer spricht über möglichen Streik

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Stale Solbakken ist neuer Trainer der norwegischen Nationalmannschaft. Das Foto zeigt ihn am 7. Dezember 2016 als Trainer des FC Kopenhagen.

Oslo – Der norwegische Fußball-Erstligist Tromsö IL hat die Nationalmannschaft um Jungstar Erling Haaland (20) zu einem Boykott der WM 2022 in Katar aufgerufen. „Es ist an der Zeit, Stopp zu sagen“, betonte Klubchef Öyvind Alapnes (44) angesichts der „unwürdigen Arbeitsbedingungen“ beim Bau der WM-Arenen im Wüstenstaat. Der bisherige Weg des Dialogs habe „zu nichts geführt“, ergänzte Ex-Nationalspieler Tom Högli.

  • Laut einem Bericht sind über 6.500 Gastarbeiter im Zusammenhang mit der WM 2022 in Katar gestorben
  • Der norwegische Erstligist Tromsö IL ruft zum Boykott der WM auf
  • Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken reagiert

In Strömsgodset IF hat sich dem Vorstoß schon ein weiterer Erstligist angeschlossen. Auch Rekordmeister Rosenborg Trondheim, Stabaek IF sowie Odds BK wollen diesen Schritt diskutieren.

Der Verband (NFF) hält jedoch nichts von einem Boykott, solange Norwegen damit alleine da stehe, wie Präsident Terje Svendsen zuletzt sagte.

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Ehemals Trainer beim 1. FC Köln: Stale Solbakken spricht über WM-Streik 2022

Nationaltrainer Stale Solbakken (52), der von Juli 2011 bis zum 12. April 2012 als Trainer des 1. FC Köln tätig war, nannte die jüngsten Berichte über mehrere tausend Tote WM-Arbeiter in der Zeitung „Verdens Gang“ „total inakzeptabel“ und „richtig schrecklich“. Doch auch er äußerte Zweifel an der Wirkungskraft eines Boykotts.

„Das ist dasselbe, als würde man behaupten, dass Streiks nichts bringen“, hält Tromsös Ruben Yttergard Jenssen (32) dagegen. Der frühere Nationalspieler glaubt, vom norwegischen Beispiel könne ein „Schneeballeffekt“ ausgehen, der andere Länder mitreiße.

Haaland und Co. treffen in der WM-Qualifikation auf die Niederlande, die Türkei, Montenegro, Lettland und Gibraltar. Die Spiele finden von März bis November statt. (sid)

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