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„Vielleicht mal ein volles Stadion“ DFB-Präsident will Bundesliga mit Fans

Fritz Keller Tribüne

Nach der jüngsten Steuerrazzia beim DFB hatte Verbandspräsident Fritz Keller die Behörden kritisiert. Die schießen nun zurück.

Oberbergen  – Für DFB-Präsident Fritz Keller (63) ist eine zeitnahe Rückkehr der Zuschauer in die Stadien der Fußball-Bundesliga unabdingbar. „Wir müssen alles daran setzen, dass wir wieder Zuschauer in die Stadien reinkriegen“, sagte der Freiburger im Gespräch mit SWR Sport. Er und der DFB seien diesbezüglich im regelmäßigen Austausch mit dem Gesundheitsminister und der Bundesregierung. 

Keller strebt dabei ähnlich wie Union Berlin möglichst schnell sogar wieder volle Stadien an. „Mein Traum wäre es, über Testungen, vielleicht irgendwann mal ein volles Stadion zu kriegen“, sagte der ehemalige Präsident des SC Freiburg. Mit den Tests könne im Idealfall dafür gesorgt werden, dass es im Stadion keine Ansteckungsgefahr gibt, so Keller weiter. Über allem stehe bei den Plänen und Überlegungen aber immer die Gesundheit der Menschen, betonte er.

Union Berlin legt Konzept vor

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Union hatte am Freitag ein äußerst ambitioniertes Konzept vorgestellt, mit dem das Stadion an der Alten Försterei bereits zum Saisonstart am 18. September wieder gefüllt werden könnte. Der Klub will an Spieltagen seine Mitarbeiter und alle 22.012 Karteninhaber auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen. Zugang zum Stadion würde dann nur erhalten, wer neben einem Ticket ein negatives Testergebnis vorweisen kann, das nicht älter als 24 Stunden ist. Die Kosten dafür will der Verein selbst tragen.

Fritz Keller fordert mehr Nachhaltigkeit

Der ehemalige Präsident des SC Freiburg sieht die Corona-Krise dagegen auch als Chance. Die Vereine hätten erkannt, dass sie nachhaltiger leben müssen. Beim SC Freiburg hätte es in seiner Amtszeit immer einen gewissen Betrag gegeben, den man für schlechte Zeiten zur Seite gelegt habe. Laut Keller muss die Devise lauten: „Du darfst nur so viel ausgeben, wie du auch einnimmst.“

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Dabei verweist er eindringlich auf die 3. Liga. Diese habe dreimal so viele Einnahmen wie die 2. niederländische Liga, dennoch gerieten viele Vereine immer wieder in eine finanzielle Notlage. Unter anderem musste der 1. FC Kaiserslautern in der abgelaufenen Spielzeit Insolvenz anmelden. Die 3. Liga habe „kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem“, sagt Fritz Keller. Er selbst wolle in seiner Position dafür kämpfen, dass die Vereine nachhaltiger wirtschaften.

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