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Nach Fan-Ausschluss gegen Wuppertal Fortuna Köln legt bei Kritik an der Stadt nach

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Fortuna Köln und der Wuppertaler SV (hier Hamza Salman und Kevin Rodrigues Pires) lieferten sich einen spannenden Fight - vor leeren Tribünen.

Köln – Es hätte der perfekte Tag für Fortuna Köln sein können. Die Mannschaft schenkte ihrem Trainer Alexander Ende passend zum 41. Geburtstag beim 3:2 gegen den Wuppertaler SV den vierten Sieg im vierten Regionalliga-Spiel. Doch beim Tabellenführer herrschte auch am Tag nach dem Erfolg immer noch Frust.

Fortuna Köln: Frust trotz 3:2-Sieg gegen Wuppertaler SV

Dass die Stadt Köln erst knapp zwei Stunden vor Stadionöffnung dem Viertligisten mitgeteilt hat, dass aufgrund der angeblich angestiegenen Inzidenzzahl doch keine Zuschauer im Südstadion zugelassen seien, ärgerte die Verantwortlichen enorm. „Wir haben am vergangenen Mittwoch das Hygienekonzept bei der Stadt abgegeben, haben dann am Freitag in der Mittagszeit grünes Licht erhalten. Um 12.30 Uhr sollte Stadionöffnung sein, 1000 Personen wären dagewesen“, erläuterte Geschäftsführer Benjamin Bruns (42) den Ablauf.

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Haben derzeit viel Gesprächsbedarf: Fortuna Kölns Präsident Hanss-Jörg Westendorf (l.) mit Geschäftsführer Benjamin Bruns (hier bei einem Fototermin im Juli 2019).

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„Den schriftlichen Widerruf der Erlaubnis für Zuschauer haben wir letztlich um 12.45 Uhr bekommen. Unsere Argumentation war, dass wir mit 1000 Personen unter der Grenze liegen, die die Stadt und damit die Landesbehörde entscheiden müssten. Daher sind wir davon ausgegangen mit Zuschauern spielen zu können. Wir wollen alle Corona-Regeln einhalten. Wenn man das einen Tag vorher weiß, ist es auch kein Problem. Aber man hat uns schlicht vergessen. Am Freitag hätte man dem Sanitäts- und Ordnungsdienst absagen können. In den VIP-Bereichen wurde das Essen angeliefert. Es hätte nicht so sein müssen. Darüber wird zu reden sein, wer die entstandenen Kosten trägt.“ Die Stadt entschuldigte sich zwar in einer schriftlichen Stellungnahme für die kurzfristige Absage, ansonsten ist jedoch nichts passiert.

Fortuna Köln zum Termin beim Kölner Gesundheitsamt

Am Montag um 14 Uhr haben nun Bruns und Präsident Hanns-Jörg Westendorf (55) einen Termin beim Kölner Gesundheitsamt, um in Richtung kommendes Wochenende zu schauen. Denn am Samstag gegen den 1. FC Köln II (14 Uhr) laufen die Planungen eigentlich Richtung 2000 Personen im Südstadion. Am Montagabend ist zudem Vorstandssitzung bei der Fortuna, dort sollen die Folgen des Absage-Chaos‘ diskutiert werden.

Nicht nur der finanzielle Schaden schmerzt den Südstadt-Klub. Der Traditionsverein fühlt sich in Köln schlicht vergessen, sieht sich dennoch weiter vor Drittligist Viktoria in der Gunst der Fans. „Auch wenn wir Regionalliga spielen, sind wir immer noch die Nummer zwei in der Stadt. Die Nachfrage nach unserem Fußball ist groß. Man merkt aber, wie Fortuna in dieser Stadt wahrgenommen wird. Wir werden überhaupt nicht mehr berücksichtigt. Das ist in sämtlichen Bereichen so. Bei uns spielen über 400 Kinder und Jugendliche aus über 20 Nationen. Die Bedingungen rund um das Südstadion sind jedoch katastrophal“, sagt Bruns.

Fortuna Köln schimpft über Bedingungen am Südstadion

„Da teilen sich 15 Mannschaften einen 20 Jahre alten Kunstrasen und ein Kleinfeld. Beim Trainingsplatz der ersten Mannschaft ist die Drainage kaputt. Wir finden nicht das Gehör, und diese Aktion war das beste Beispiel dafür, wie der Stellenwert von Fortuna bei der Stadt Köln ist.“

Geburtstagskind Ende blieb am Ende nur Trost für die Angestellten und Anhänger, die das furiose 3:2 nicht live erleben konnten. „Das war schon ein echter Nackenschlag für unsere Fans“, sagte der Coach. „Mir tut es auch für die Angestellten des Vereins leid, die Tag und Nacht dafür gearbeitet haben, dass wir vor Zuschauern spielen können. Da die Leute nicht zuschauen konnten, haben wir versucht die Emotionen zu transportieren.“

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