Uwe Rösler über Fortunas Torflaute „Wir zerbrechen uns darüber den Kopf“

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Fortunas Trainer Uwe Rösler war über das Ergebnis gegen Paderborn enttäuscht. 

Düsseldorf – Am Sonntagnachmittag ging die Stimmung von Uwe Rösler (51) ein Stück weiter in den Keller. Der Grund: Der 1. FC Köln verspielte gegen Mainz 05 beim 2:2 eine 2:0-Führung und gab Fortuna keine Schützenhilfe im Abstiegskampf. Jedoch überwog der Ärger bei Rot-Weiß über den eigens vergebenen Sieg beim 0:0 gegen Paderborn.

„Der Abstand auf Mainz und Augsburg ist kleiner geworden. Wir haben alles immer noch in der eigenen Hand“, sagt Rösler.

Der Coach macht Profis und Fans Mut: „Für mich ist wichtig, dass wir uns nicht eingraben. Mein Glas ist weiter halbvoll. Fakt ist aber: Wir hatten schon oft Unentschieden in Spielen, die wir hätten gewinnen müssen. Wenn wir so spielen und den Kader nutzen, werden wir noch punkten – auch in Spielen, in denen keiner uns das zutraut. Dann werden wir nicht absteigen.“

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Uwe Rösler holte fünf Remis mit Fortuna Düsseldorf 

Aber dafür sollte er öfter mal dreifach punkten, ist er doch der Remis-Rösler! Unter ihm holte Fortuna in sieben Spielen fünf Remis. Dabei wurden in den jüngsten drei Partien gegen Berlin (3:3), in Mainz (1:1) und nun gegen Paderborn sechs Zähler verschenkt.

Fortuna Düsseldorf verschenkt zu viele Punkte

Zudem kassierte Fortuna gegen Frankfurt in der 94. Minute noch das 1:1. Rösler: „Das ist eine Enttäuschung. Wir können in der jetzigen Situation mit einem Punkt gegen Paderborn nicht zufrieden sein.“

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Zumal das Restprogramm gegen Schalke, Hoffenheim, Dortmund und Augsburg daheim sowie in Köln, München, Leipzig und bei Union richtig knackig ist.

Leistung macht Florian Kastenmeier Hoffnung

Aber Torwart Florian Kastenmeier (22) sagt: „Die Art und Weise unserer Leistung machen mir Hoffnung. Wir haben es richtig gut gemacht, das sollte uns den Mut geben, auch gegen die Top-Teams so zu spielen.“

Dann müssen aber auch die hochkarätigen Möglichkeiten verwandelt werden. Viermal ballerte Fortuna gegen Paderborn ans Aluminium. So stand unter Rösler erstmals vorne die Null. Kastenmeier frustriert: „Uns hat das Quäntchen Glück gefehlt. Normalerweise gehen zwei von vier Pfostentreffern rein.“

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Abwehrspieler Kaan Ayhan trifft mit seinem Kopfball nur den Pfosten des Paderborner Tores. 

Mit 27 Toren aus 26 Spielen hat Fortuna zusammen mit Werder Bremen (zwei Partien weniger absolviert) zudem die schwächste Offensive der Bundesliga.

Uwe Rösler: Müssen die Chancen besser nutzen

„Wir müssen einfach unsere Chancen besser nutzen“, fordert Rösler. Ein Rezept, wie es auf einmal klappen kann, hat der Trainer aber noch nicht gefunden. „Wir zerbrechen uns darüber den Kopf, wie wir das verbessern können.“

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Das ist dringend nötig, wenn Fortuna den Klassenerhalt realisieren will. Denn schön spielen und nicht gewinnen, ist eine gefährliche Mischung im Abstiegskampf. Rösler: „Ich habe den Glauben nicht verloren und bin davon überzeugt, dass wir auch Spiele ziehen werden, in denen wir nur eine Möglichkeit haben.“

Am Sonntag gastiert Fortuna zum Derby beim 1. FC Köln

Vielleicht klappt das ja schon im Derby am kommenden Sonntag (18 Uhr, Sky) in Köln. Mit einem Sieg könnte Fortuna ein positives Lebenszeichen im Abstiegskampf aussenden.

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