Erneut ungeschickte Aussagen Fortuna Düsseldorf hat den Fettnäpchen-Boss

Röttgermann-Allofs-Kicker8.1.

Fortuna Düsseldorfs Vorstand, Thomas Röttgermann und Klaus Allofs (r.) am Kicker in der Düsseldorfer Arena beim EXPRESS-Termin am 6. Januar 2021.

Düsseldorf – Er hat es wieder getan! Thomas Röttgermann ist ins nächste Fettnäpfchen getreten. Fortunas Vorstandsboss hat mit unbedacht wirkenden Sätzen die Arbeit seiner Vorgänger und deren Mitarbeiter in den Senkel gestellt. Der Fortuna-Chef betont zwar, dass sich die Kritik einzig auf einen gewissen Bereich (Struktur und Infrastruktur) beziehe, der ist aber nun mal einer der wichtigsten – wenn nicht gar der wichtigste – Bereiche in der Verantwortung eines Vorstandsvorsitzenden. Ein Kommentar.

Um zu verstehen, warum Thomas Röttgermann die Kritik geäußert hat und die Reaktionen darauf als übertrieben empfindet, muss man wissen, dass der gebürtige Westfale ein sehr analytisch denkender, überaus rationaler Mensch ist. Er sieht sich in der Sache einfach im Recht, verkennt dabei aber die emotionale Wirkung seiner Aussagen.

Thomas Röttgermann äußerte sich erneut ungeschickt

Röttgermann tritt mit seiner Knüppel-Kritik vielen Menschen auf den Schlips, die in der Vergangenheit mit Erfolg alles dafür gegeben haben, damit F95 wieder zu den 36 Topklubs des Landes gehört.

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Bitter: Es ist ein sich wiederholendes Muster, dass Röttgermann sich ungeschickt äußert oder verhält. Das ist natürlich auch dem Aufsichtsrat nicht verborgen geblieben, der ihm zum Teil fehlende Empathie vorwirft.

Dort sitzt unter anderem Ex-Präsident Peter Frymuth. Den Vorsitz hat Björn Borgerding (seit 2014 im Gremium). Sie müssen diese Aussagen auch als Affront gegen ihre Arbeit werten und werden die Aussagen und die Fettnäpfchen-Quote von Thomas Röttgermann nun beurteilen müssen.

Thomas Röttgermanns Fettnäpfchen-Bilanz

Die Fettnäpfchen-Bilanz seit seinem Amtsantritt im April 2019 liest sich jedenfalls nicht gut: 1. die App-Affäre um unabgesprochene Nebenbeschäftigungen, die ihn früh beinahe den Job gekostet hätte. 2. unglückliche Aussagen zu DFB-Präsident Fritz Keller. 3. der Zwist mit Schalke 04 durch Aussagen zum Raman-Transfer.

Ex-Schalke-Vorstand Jochen Schneider warf Röttgermann die „Verbreitung von Unwahrheiten“ und unkollegiales Verhalten vor. Und nun 4. die sehr harte Kritik an Vorgängern und Klubangestellten der vergangenen 15 Jahre.

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