Aufreger bei FIFA 21 Gnabry langsamer als Ex-BVB-Flop, Triple-Helden ohne Upgrade

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Thomas Müller, Robert Lewandowski und Serge Gnabry (v. l.) jubeln im Champions-League-Halbfinale gegen Olympique Lyon.

Köln – Jedes Jahr im Frühherbst ist die Aufregung in der Gamingszene groß. Denn dann kommt immer der neueste Ableger der FIFA-Reihe auf den Markt. FIFA 21 ist ab dem 6. Oktober am Start. Und jedes Jahr aufs Neue entbrennt eine hitzige Diskussion über die Stärken der Spieler.

Vorneweg: In FIFA 21 ist mal wieder Lionel Messi vom FC Barcelona der beste Spieler mit einer Bewertung von 93 (99 ist das Maximum). Dahinter folgen ihm Cristiano Ronaldo mit 92 sowie Robert Lewandowski, Kevin De Bruyne, Neymar und Jan Oblak mit jeweils 91. Übrigens: In den vergangenen zwölf Jahren waren immer Messi oder Ronaldo die besten Spieler der Reihe (achtmal Messi, viermal Ronaldo).

Worüber sich besonders aufgeregt wird, sind unter anderem die Bewertungen einiger Bundesligaspieler. Unter den 100 besten Spielern des Games, die am Donnerstag bekannt gegeben wurden, sind 13 Spieler aus der deutschen Beletage.

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Aufreger Nummer eins: Die Geschwindigkeit

Jadon Sancho (Gesamtwert 87) und Serge Gnabry (Gesamtwert 85) gehören zu den schnellsten Spielern in der Bundesliga. Darum hatten die beiden auch einen hohen Geschwindigkeitswert (Sancho 88 und Gnabry 90) in FIFA 20. Zum Vergeich: Ex-BVB-Flop Ciro Immobile ist zwar nicht langsam, aber bei weitem nicht so schnell wie die beiden Flügelflitzer. Trotzdem hat er von Hersteller EA mit 84 ein höheres Geschwindigkeits-Rating bekommen als Gnabry (82) und Sancho (83).

Aufreger Nummer zwei: Die Triple-Bayern

Der FC Bayern war unter Hansi Flick in der vergangenen Saison nicht zu schlagen und holte völlig verdient das Triple. Das muss doch einen richtigen Boost für die FCB-Profis in FIFA 21 geben, oder? Nö, denkt sich EA. Robert Lewandowskis Wert ist zwar um zwei Punkte auf 91 gestiegen, trotzdem ist er schlechter bewertet als Messi und Ronaldo, die beide eine eher durchwachsene Saison hatten.

Manuel Neuer hielt vor allen Dingen in der heißen Phase der Saison überragend. Sein Wert? Nur von 88 auf 89 gestiegen. Thomas Müller blühte unter Flick auf, führte die Mannschaft mit starken Leistungen auf dem Platz an. Er bleibt bei seinem 86er Rating. Mittelfeldmotor Thiago war ebenfalls ein entscheidender Triple-Faktor, bekam aber ein Downgrade von 87 auf 85. Lediglich Joshua Kimmich wurde von einer Stärke von 86 auf 88 angemessen aufgewertet.

Und Shootingstar Alphonso Davies? Der ist in der vergangenen Saison zu einem der besten Linksverteidiger der Welt aufgestiegen. Aber in FIFA 21 ist er nicht unter den 20 besten Außenverteidigern zu finden.

Aufreger Nummer drei: Stürmer-Downgrades

Auch bei anderen Spielern gab es merkwürdige Bewertungen. Timo Werner, gerade von RB Leipzig zum FC Chelsea gewechselt, schoss in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit 28 Tore. Trotzdem wurde er von 86 auf 85 heruntergestuft, ebenso Ex-BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang (22 Premier-League-Tore) von 88 auf 87. Inter-Stürmer Romelu Lukaku erzielte in 51 Partien 34 Treffer, wurde jedoch bei seiner Gesamtstärke von 85 gelassen.

Der Belgier ließ dazu auch direkt einen Kommentar auf Twitter ab: „Lass uns ehrlich sein. FIFA spielt mit den Ratings, damit die Spieler anfangen sich über das Spiel aufzuregen und mehr Publicity zu geben... Ich mache bei dieser Sch*** nicht mit. Ich weiß, was ich tue.“

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