„Das war's, du kommst nie wieder“ Schalke-Urgestein wollte nach Fan-Attacke aufhören

Büskens_Asamoah_S04

Mike Büskens (r.) und Gerald Asamoah am 11. April nach dem Schalker Heimsieg gegen den FC Augsburg.

Gelsenkirchen – Am 20. April folgte bei Schalke 04 auf den schlimmsten sportlichen Tiefpunkt die größte Enttäuschung der Saison. Nach der Niederlage bei Arminia Bielefeld war der Bundesliga-Abstieg schon am 30. Spieltag der Horror-Saison besiegelt. Bei der Rückkehr nach Gelsenkirchen wurden Spieler und Verantwortliche dann von aufgebrachten Fans bedroht, gejagt sowie körperlich und verbal attackiert.

  • Mike Büskens wollte bei Schalke 04 hinschmeißen
  • Büskens von Fan-Angriffen bei Schalke schockiert
  • FC Schalke peilt mit Büskens direkten Wiederaufstieg an

Besonders langjährige Schalker wie Teammanager Gerald Asamoah (42) und Co-Trainer Mike Büskens (53) schockte das Ausmaß der Gewalt. In einem Interview mit dem Vereinsmagazin „Schalker Kreisel“ berichtet Büskens nun, dass er noch in der Nacht der Vorfälle an seinen endgültigen Abschied bei S04 dachte.

Mike Büskens wollte Schalke 04 nach Fan-Attacke verlassen

Alles zum Thema Fußball-Bundesliga

Dass Büskens die Szenen tief getroffen hatten, war schon wenig später deutlich geworden. „Die Angst in Buyos Augen werde ich nie wieder vergessen“, sagte etwa Gerald Asamoah zwei Tage nach den Angriffen vor der Arena. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Büskens dachte zwischenzeitlich sogar an einen Abschied als Konsequenz auf die Vorkommnisse.

„Als sich um zwei Uhr nachts alles etwas beruhigte, dachte ich: Mike, das war’s, du kommst nie wieder“, erinnert sich der Assistent von Cheftrainer Dimitrios Grammozis (42) rückblickend.

Allerdings habe ihn der Kampfgeist schnell wieder eingeholt: „Dann erwischst du dich zwei Tage später, wie du dich nicht aus dieser Verantwortung stehlen willst.“

Mike Büskens entschied sich nach kurzem Nachdenken zum Verbleib bei Schalke 04

Der einstige „Eurofighter“ entschied sich daher für einen Verbleib und will die Schalker Mannschaft an der Seite von Grammozis in der kommenden Spielzeit wieder in die Spur bringen. Was Königsblau im Unterhaus erwartet, ist den Verantwortlichen schon jetzt bewusst: „Ein großer Abnutzungskampf. Woche für Woche.“

Nachdem er die Erlebnisse der Fan-Attacken in der Nacht des 20. April habe sacken lassen, war ein Schalke-Abschied für Büskens keine Option mehr – auch aus persönlicher Verbundenheit zum Klub: „Schalke nimmt in meinem Leben einen viel zu großen Platz ein, um diesen Niedergang zu akzeptieren.“

Mike Büskens will mit Schalke 04 als Co-Trainer zurück in die Bundesliga

Gemeinsam mit Cheftrainer Grammozis will er in der kommenden Spielzeit eine auf vielen Positionen veränderte und verjüngte Schalker Mannschaft wieder Richtung Bundesliga führen. Bislang sind mit Danny Latza (31) und Simon Terodde (33) die Verpflichtungen zweier erfahrener Führungsspieler bestätigt.

Büskens_Jubel_S04

Mike Büskens bejubelt am Samstag (15. Mai) mit Blendi Idrizi dessen ersten Bundesliga-Treffer für Schalke 04.

Für das Schalker Personalpuzzle sieht Büskens vor allem ein Patentrezept: „Du benötigst Spieler, die in der Lage sind, den Unterschied auszumachen. Und du musst bereit sein, die Zweite Liga anzunehmen und zu leben.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.