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Nübel-Berater greift Schalke 04 an „Das ist Kreisliganiveau“

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Sportvorstand Jochen Schneider (oben rechts) und der Technische Direktor Michael Reschke auf der Tribüne.

Gelsenkirchen – Wieder Wirbel abseits des Platzes beim FC Schalke 04.  24 Mitarbeitern des Fahrdienstes der Nachwuchsabteilung wurde jetzt die Kündigung zugestellt. Ein externer Dienstleister soll die Arbeit künftig übernehmen.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider: Finden Lösungen

Schalkes Betriebsratsvorsitzende Martina Lenz bezeichnete die Maßnahme als „sozial verantwortungslos“. Zudem sei der Betriebsrat verspätet informiert worden. Die meisten der bisherigen Fahrer, die die Nachwuchsspieler täglich aus verschiedenen Städten zum Training hin- und auch wieder zurückbringen, arbeiteten seit Jahren als Mini-Jobber. „Für jeden Einzelnen der 24, deren Existenz an dem Job hängt, werden wir sozial gute Lösungen finden“, versprach Sportvorstand Jochen Schneider.

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„Die Entscheidung, den Fahrdienst aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen extern zu vergeben, ist am Jahresanfang gefallen“, teilte der Klub mit. Die Kündigungen sollten zum Saisonende erfolgen, aber „durch den Saisonabbruch bei den Junioren und der Einstellung des Trainingsbetriebes hat es sich nach vorne verschoben“.

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Heftige Kritik gab es dennoch unter anderem vom Berater des Schalker Torhüters Alexander Nübel (23). „Das macht wenig Hoffnung, dass sich durch die Corona-Krise mittelfristig am Profifußball etwas ändert. Und es macht zudem deutlich, dass einige Vereine in Sachen Kommunikation auf Kreisliganiveau agieren. Wenn überhaupt“, sagte Stefan Backs.

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Stefan Backs berät unter anderem Schalke-Keeper Alexander Nübel.

Er ärgerte sich vor allem darüber, dass Spieler in der Corona-Krise auf Gehalt verzichten würden – unter anderem, um eigentlich schlechter bezahlter Mitarbeiter der Clubs in der Krise zu schützen. Backs: „Sie wollen aber nicht, dass ihr Geld zweckentfremdet wird.“

Schalke 04: Es gab schon Wirbel um die Ticket-Affäre

Innerhalb von wenigen Tagen ist dies der zweite Eklat des FC Schalke 04 im Umgang mit seinen Angestellten und Fans. Anfang Juni hatte der Verein Ticket-Inhaber vergrault, die ihr Geld für die Geisterspiele zurück haben wollten. Sie sollten dies begründen und belegen.

Die Affäre um die Härtefallanträge führte schließlich zum Rücktritt des langjährigen Geschäftsführers Peter Peters (hier lesen Sie mehr). Es bleibt hart auf Schalke, der Ruhrpott-Klub wird in der Corona-Krise heftiger durchgeschüttelt als den leidgeprüften Fans lieb sein dürfte. Und  S04 schießt dabei leider so manches „Eigentor“. (uf, ars, msw)

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