Erster S04-Sieg nach 30 Spielen Ex-Schalker mit wilden Feier-Videos nach 4:0-Erfolg

Hoppe-dritter-Jubel

Matthew Hoppe dreht nach seinem dritten Treffer jubelnd ab.

Gelsenkirchen – Schalke 04 holt einen Dreier! Gibt es nicht? Gibt es doch! 358 Tage nach dem 2:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach am 17. Januar 2020 feierten die Königblauen wieder einen Sieg in der Bundesliga. 4:0 gegen die TSG Hoffenheim. Danach jubelte nicht nur der Pott, sondern auch einige prominente Ex-Schalker – und die Hauptstadt.

Denn durch das wichtige Erfolgserlebnis im Abstiegskampf darf auch Tasmania Berlin durchatmen. Der Oberligist behält seinen Negativrekord der Bundesliga aus der Saison 1965/66 mit 31 sieglosen Spielen. Schalke war dicht dran, sicherte sich aber nach zehn Unentschieden und 20 Pleiten mal wieder einen Erfolg.

Ex-Knappen Mesut Özil und Weston McKennie feiern Schalke-Sieg

Damit gab das Team von Coach Christian Gross (66) auch die Rote Laterne in der Tabelle an den 1. FSV Mainz 05 ab. „Die Erleichterung ist groß, nach so einer langen Zeit wieder ein Spiel gewonnen zu haben. Aber es ist nur ein erster Schritt“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider (50) glücklich.

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Jeder Schalke-Sympathisant schien am Samstag kräftig mit den Königsblauen gefiebert zu haben. Umso größer war die Euphorie auch bei namhaften Ex-Spielern des Bundesligisten.

US-Nationalspieler Weston McKennie (22), nach der vergangenen Saison aus Gelsenkirchen zu Juventus Turin gewechselt, zeigte in seiner Instagram-Story, dass er an seine ehemaligen Kollegen glaubt. Nach dem Sieg der Knappen grölte der Mittelfeldspieler Fangesänge in sein Smartphone.

Auch Mesut Özil (32) meldete sich über die sozialen Medien zu Wort. Der beim FC Arsenal aussortierte Weltmeister gratulierte auf Twitter insbesondere dem von den Londonern verliehenen Schalke-Rückkehrer Sead Kolasinac (27): „Jaaaa, mein Bruder!!! Meine Damen und Herren – Der Kolasinac-Effekt”.

Matthew Hoppe ist Matchwinner des FC Schalke

Mann des Spiels war allerdings nicht der Bosnier: Ausgerechnet ein Bubi bewahrte den langjährigen Champions-League-Teilnehmer vor der Mega-Schmach. Matthew Hoppe (19) war mit einem Dreierpack der große Schalker Retter. Ein Hattrick in nur 21 Minuten für den Youngster, dessen Trikot es im Fanshop aktuell noch gar nicht zu kaufen gibt!

Das Talent, das Manuel Baum (41) in den Bundesligakader hochgezogen hatte, traf mit einem herrlichen Lupfer aus ganz spitzem Winkel über Hoffenheims Keeper Oliver Baumann für die Führung. Es war der erste Treffer des 19-Jährigen in der Bundesliga im fünften Einsatz, eigentlich stürmt Hoppe für die zweite Mannschaft in der Regionalliga.

Hoppe-Tor

Matthew Hoppe trifft zum 3:0 für den FC Schalke gegen Hoffenheim.

Und der Angreifer legte nach dem Wechsel noch einmal nach. Wieder war Amine Harit der Vorlagengeber, Hoppe umkurvte Baumann und traf zum 2:0. Und das neue Schalker-Traumduo sorgte auch beim dritten Treffer für riesigen Jubel. Harit passte auf Hoppe und der US-Boy markierte herrlich mit dem Außenrist seinen dritten Treffer.

Erster Dreierpack für FC Schalke seit 2014

Es war der erste Dreierpack eines Schalkers seit über sechs Jahren. Damals traf Eric-Maxim Choupo-Moting beim 4:0 gegen VfB Stuttgart am 6. Dezember 2014.

„Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Ich bin einfach nur glücklich. Die Mannschaft hat über 90 Minuten gekämpft. Wir müssen den Kampf, das Selbstvertrauen und das gute Gefühl behalten“, erklärte Hoppe.

Seine überragende Vorstellung mit zuvor drei Vorlagen krönte Harit, der vor vier Wochen erst nach seiner Suspendierung zurück in den Kader geholt wurde, mit dem 4:0!

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Glanzleistung: Amine Harit (r.) legte Matthew Hoppe drei Tore auf – und traf dann selbst zum 4:0 für den FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim.

Ein weiterer Baustein des ersten Sieges seit knapp einem Jahr: Schlussmann Ralf Fährmann rettete mit starken Paraden vor der Pause die Schalker vor einem Rückstand. Es war das erste Spiel der Königsblauen ohne ein Gegentor seit dem 16. Februar 2020 beim 0:0 gegen Mainz 05.

Nach der dritten Pleite in Folge inklusive der Pokalniederlage gegen den Zweitligisten Greuther Fürth muss Sebastian Hoeneß (38) bei der TSG unterdessen um seinen Job bangen. Der Trainer hinkt hinter den Ambitionen der TSG weit hinterher und könnte ausgerechnet nach der Blamage auf Schalke ausgetauscht werden.

Kurz nach der Partie äußerten die Verantwortlichen noch Vertrauen in Hoeneß „Der Trainer steht ganz klar nicht zur Disposition“, sagte Hoffenheims Manager Alexander Rosen.

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