Kuriose Geister-Laola Bayern-Meister feiern achten Titel in Folge in leerem Stadion

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Nach dem 1:0-Sieg bei Werder Bremen feierten die Bayern die Geister-Meisterschaft mit den FCB-Funktionären als Fans. 

Bremen – Der FC Bayern München hat den Matchball bei Werder Bremen genutzt und ist zum achten Mal in Folge deutscher Fußballmeister. Insgesamt feiert der Rekordmeister – unter besonderen Bedingungen – die 30. Meisterschaft.

Nach Abpfiff bejubelten die Bayern den Titel mit den wenigen Funktionären im Stadion. In den roten Meister-Shirts feuert die Mannschaft mit Kahn, Rummenigge und Co eine Jubelwelle ab. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (64) zeigte sich begeistert: „Wir wollen unseren Fans Titel schenken und sie gleichzeitig mit Angriffsfußball begeistern. Das ist gelungen. Der FC Bayern ist verdient zum achten Mal in Folge Meister geworden.“

Lewandowski bricht den Bayern-Bann gegen Bremen

Die Bremer wehrten sich über die gesamten 94 Minuten nach Kräften. Erst kurz vor dem Seitenwechsel (43.) brach Robert Lewandowski (31) den Bann, nach traumhafter Vorarbeit von Jerome Boateng (31). 

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Das 1:0 gegen Werder Bremen war eine sehenswerte Co-Produktion von Jerome Boateng Robert Lewandowski.

Zuvor sorgte eine Szene aus der 19. Minute für Aufregung. Alphonso Davies (19) tritt nach einem Zweikampf gegen Ex-FC-Profi Leonardo Bittencourt nach und sieht dafür die Gelbe Karte von Schiedsrichter Harm Osmers. Video-Assistent Christian Dingert griff nicht ein und so blieb es bei der Verwarnung statt dem Platzverweis. 

Diesen gab es dann mit einer Stunde Verspätung. Davies sah nach einem vermeintlich taktischen Foul an Bremens Miloš Veljković (24) in der 79. Minute die Gelb-Rote Karte. 

Bremen in der Schlussphase mit Claudio Pizarro und der Chance auf den Ausgleich

Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit kam dann Werder- und Bayernlegende Claudio Pizarro (41) und sollte den Bremern den Ausgleich bescheren – und er wäre tatsächlich einschussbereit gewesen.  Nach Flanke von Fin Bartels (33) verlängerte Osako (30) per Kopf und Manuel Neuer verhinderte mit einer Glanztat, dass Pizarro einschob und die Meister-Entscheidung doch noch vertagte.

Nach der Meisterschaft greifen die Bayern nach dem Triple

Am 4. Juli können die Münchner dann das goldene Double feiern, wenn sie im DFB-Pokalfinale auf Bayer 04 Leverkusen treffen. Mit einem Erfolg über die Werkself im Berliner Olympiastadion würde der FCB nach dem 30. Meistertitel den 20. Pokalsieg einfahren. Im August geht es für den deutschen Rekordmeister dann auf Corona-Triple-Jagd.

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Für die Youngster Alphonso Davies, Benjamin Pavard (24) und Michael Cuisance (20) sowie für Philippe Coutinho (28), Alvaro Odriozola (24) und als Trainer auch für Hansi Flick (55) ist die Hygiene-Meisterschaft die erste ihrer Karriere.

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Vorne ziert eine große Acht die Meister-Shirts der Bayern. Auf der Rückseite stehen alle Meisterjahre.

Rummenigge zu den speziellen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie: „„Es war ohne Frage eine Saison unter speziellen Bedingungen, die sich keiner so gewünscht hat und die hoffentlich einmalig bleibt.“ 

Coronabedingt wird die Meisterfeier des FC Bayern eine besondere

Die meisten Bayern-Akteure sind Meisterfeiern allerdings schon gewöhnt, doch auch für altgediente Stars wie Thomas Müller oder Manuel Neuer wird die Feier nach dem Spiel eine komische sein. Gemeinsam mit dem Trainerstab und ausgewählten Funktionären wird die Mannschaft aus dem Weserstadion ins nahegelegene Atlantic-Hotel fahren und dort noch ein wenig essen und trinken. Die Hotelbar ist wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen – zumindest offiziell.

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