Oliver Kahn bei „Sky90“ „Wir können nicht für jede Position den Messi kaufen“

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Oliver Kahn, Vorstand des FC Bayern München, war am Sonntag zu gast in der Sendung „Sky90“.

München – Sieben Punkte Vorsprung am den ärgsten Verfolger RB Leipzig – trotz einiger Probleme während der Saison steuert der FC Bayern München dem neunten Meistertitel in Folge entgegen. „Dass Bayern den Vorsprung hergibt, glaube ich nicht. Sieben Punkte sind eine Menge. Sie müssen zwar noch nach Leipzig, aber trotzdem. Ein Funken Hoffnung ja, aber grundsätzlich lässt sich Bayern das nicht nehmen“, ist Lothar Matthäus (59) von einem weiteren Durchmarsch des Abo-Meisters überzeugt.

  • Der FC Bayern München steuert dem neunten Titel in Folge entgegen
  • Oliver Kahn war am Sonntag bei „Sky 90“ zu gast
  • Der Bayern-Vorstand spricht über die Spannung in der Bundesliga und mögliche Auswege

Klar, dass Bayerns Vorstandsmitglied Oliver Kahn (51) mit guter Laune am 31. Januar bei „Sky90“ vorbeischaute und sich den Fragen von Patrick Wasserziehr (54) stellte.

„Wir haben beim FC Bayern eine Generation um Manuel Neuer und Thomas Müller herum, die nie zufrieden ist. Die den nächsten Titel holen will und nicht satt ist. Zudem hat der Verein seine eigene Identität weiterentwickelt", beschrieb Kahn das Erfolgsrezept des FCB.

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Müller-Hoffenheim

Bayern-Stürmer Thomas Müller jubelt nach seinem Tor zum 2:0 gegen die TSG Hoffenheim.

Und Matthäus legte den Finger in die Wunde der vermeintlichen Bayern-Jäger: „In schwierigen Momenten fehlen Leverkusen und Leipzig die Leader. Dagegen ruft Borussia Dortmund zu selten das wahre Potenzial ab.“

Langeweile in der Bundesliga stört selbst den FC Bayern

Die Langeweile in der Bundesliga stört nicht nur die Fans, sondern teilweise auch die Bayern. „Wir sind an Spannung interessiert. So wie damals, als wir in letzter Sekunde in Hamburg die Meisterschaft gewonnen haben. Das wollen die Fans sehen. Wir müssen uns aber ausrichten nach Europa. Wenn man da immer vorne sein möchte, muss man die finanziellen Voraussetzungen schaffen, um Top-Stars nach München zu holen“, begründet der frühere Weltklasse-Torwart Kahn die Ausnahmestellung des Rekordmeisters.

Wie kann man die Bundesliga spannender machen? Kahn: „Es gibt sicher Ansatzpunkte. Möglich wäre, die Regelung 50 +1 zu überdenken. In Italien und Frankreich sieht man, was dann für Vereine möglich ist. Es nützt aber nichts, immer nur zu klagen, sondern man muss Lösungen finden.“

Oliver Kahn findet Investor wie in Berlin gut

Das Münchener Vorstandsmitglied erläutert: „Ich finde es gut, wenn Menschen in den Fußball investieren und einen Verein nach vorne bringen wollen. So wie Lars Windhorst in Berlin. Jetzt muss man die Visionen umsetzen.“

Die hat man beim FC Bayern schon seit einigen Jahrzehnten, glaubt Kahn: „Unser Wettbewerbsvorteil ist, dass bei uns viele Entscheider sind, die selbst lange Fußball gespielt haben. Die nicht nur die sportliche, sondern auch die wirtschaftliche Seite verstehen. Die Kontinuität und die Mischung aus Experten sind ein riesiger Vorteil für die erfolgreiche Zukunft des Vereins.“

Oliver Kahn: Jahrzehnt wird Herausforderung

So langsam arbeitet sich Kahn in die Rolle eines Funktionärs ein: „Meine Rolle jetzt hat sich schon gegenüber der als Torwart verändert. Das könnte auch ein Kompliment sein“, sagte Oliver Kahn schmunzelnd. „Wir haben einen Strategieprozess gestartet, der hoch spannend ist. Die Herausforderungen dieses Jahrzehnts sind schon speziell und schwierig. Die fetten Zeiten sind für die nächsten Jahre vorbei. Wir können nicht für jede Position den Messi kaufen.“

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Lothar Matthäus am Sonntag bei „Sky90“.

Trotzdem baggert der FCB an Dayot Upamecano (22), der in seinem Vertrag bei RB Leipzig eine Klausel hat. Die besagt, dass der Abwehrspieler für 42,5 Millionen Euro den Verein verlassen kann. Matthäus: „Er ist bei vielen Mannschaften auf der Liste. Ein toller Spieler, ich hoffe, dass er in der Bundesliga bleibt. Aber andere Klubs aus England haben andere Möglichkeiten als München oder Leipzig."

Kahn verrät: „Er ist kein Geheimnis, dass wir die Gespräche aufgenommen haben. Viele Top-Klubs aus Europa wollen ihn haben, aber wir sind der aktuell sportlich erfolgreichste Klub der Welt. Deshalb bin ich da sehr optimistisch. Denn es ist klar, dass wir David Alaba verlieren werden. Er sucht eine neue Herausforderung.“

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