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„So kannst du das Spiel nicht angehen“ Mainz versaut den Bayern die Meister-Party

Müller-Frust

Bayern-Frust in Mainz: Thomas Müller bedient, Leon Goretzka marschiert genervt von dannen.

Mainz – Von wegen wilde Meistersause in Mainz! Der FC Bayern muss sich nach der 1:2-Niederlage beim FSV Mainz 05 doch noch etwas gedulden, bis der 31. Titel perfekt ist. Nach einer indiskutablen Leistung ist die Meisterschaft erst perfekt, wenn Leipzig am Sonntag gegen Stuttgart patzt. Ansonsten fällt die Entscheidung vielleicht erst am 8. Mai im Spiel gegen Mönchengladbach.

  • FC Bayern unterliegt dem FSV Mainz 05
  • Meisterschaft der Münchner wird vertagt
  • Hansi Flick sah desolate Bayern und starke Gastgeber

Party im Bus oder Party im Flieger? Gemeinsames Abendessen? Spontan-Sause? Meister-Shirts? Das waren die Fragen, die beim FC Bayern vor dem Spiel am Samstag (24. April) beim FSV Mainz diskutiert wurden. Aber dabei hatte wohl keiner mit diesen fulminant aufspielenden und kämpfenden 05ern gerechnet.

Mainz 05 auf Platz vier der Rückrundentabelle

Unter Bo Svensson (41) bleiben die Rheinhessen weiter klar auf Kurs Klassenerhalt. Platz vier in der Rückrundentabelle dokumentiert, wie der Däne diese Mannschaft auf Kurs gebracht hat. Als Zwölfter haben die Mainzer im Liga-Keller nun die beste Ausgangsposition. Nach der Hinrunde hatte der FSV noch genauso viele Punkte wie Schalke (sieben) und acht Zähler Rückstand auf Rang 16. Die Leistung gegen die Bayern belegte: So spielt kein Abstiegskandidat.

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Robin Quaison köpft das Mainzer 2:0 gegen Manuel Neuer ins Bayern-Tor.

Bayern hingegen vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw (61) im Schlafwagen-Modus. „Der Titel wäre wieder ein Ausrufezeichen, das die Mannschaft setzt. Wir hatten ein sehr intensives Jahr. Es hat vor knapp einem Jahr angefangen mit Spielen im Drei- bis Vier-Tages-Rhythmus. Das Ziel ist es, das zu belohnen“, hatte Bayern-Trainer Hansi Flick (56) kurz vor dem Anpfiff gesagt. Doch seine Spieler begannen total uninspiriert und undiszipliniert.

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Bayern-Trainer Hansi Flick schaute sich das Treiben genervt an, neben ihm Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Schon in der 3. Minute ließ Jonathan Burkardt mit seinem Schuss Manuel Neuer ganz alt aussehen. Der Keeper griff ins Leere, die Gastgeber jubelten. Das FSV-Feuerwerk ging weiter. Danny Latza an den Pfosten (10.), Robin Quaison scheiterte an Neuer (16.), Danny Da Costa traf den Pfosten (18.). Rückkehrer Robert Lewandowski hatte nur eine Bayern-Chance auf dem Schlappen (15.), ansonsten dominierten die abstiegsbedrohten Mainzer.

Folgerichtig köpfte Quaison einen Mwene-Freistoß zum 2:0 unter die Latte (37.). Auch bei diesem Treffer sah der Nationalmannschafts-Keeper nicht so richtig glücklich aus. Bayerns Antwort? Übertriebene Härte. Leon Goretzka wandelte am Platzverweis, Jerome Boateng und David Alaba sahen ebenfalls Gelb.

Lewandowski erst spät mit dem 36. Saisontreffer

Flick setzte zur Pause ein Zeichen: Goretzka, Leroy Sané und Kingsley Coman mussten in der Kabine bleiben, Jamal Musiala, Tanguy Nianzou und Eric Maxim Choupo-Moting sollten es besser machen. Zwingend wurde es dadurch trotzdem nicht. Im Hinspiel machten die Münchner aus einem 0:2 ein 5:2, diesmal blieb aber das Aufbäumen aus. Der Lewandowski-Treffer zum 1:2 kam zu spät (90.+4).

Manuel Neuer: „Die Niederlage trifft uns schwer“

„Wir haben uns viel mehr vorgenommen. Was in der ersten Halbzeit passiert ist, war zu wenig von uns. So kannst du das Spiel nicht angehen“, sagte Bayern-Kapitän Manuel Neuer (35). „Es war klar, dass die Mainzer heiß sind und mit hoher Motivation ins Spiel rein gehen. Wir haben uns zu wenige Möglichkeiten rausgespielt und wurden bei unseren Fehlern bestraft. Bei uns war es von der Körpersprache zu wenig. Das 0:1 war ein Flatterball. Ich habe versucht, eine stabile Hand zu haben und hab‘ einfach Pech gehabt. Diese Niederlage trifft uns schwer, wir wollen es selber klar machen.“

Auffällig auch: Während Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) auf der Bank angesichts der Nicht-Leistung schimpfte und zeterte, schaute sich Flick das Geschehen fast schon teilnahmslos an. Der Frust sitzt beim (Fast-)Meister tief.

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