„Es herrscht Chaos“ Messi-Vater in Barcelona gelandet, Team-Kollegen sind genervt

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Frenkie de Jong (l.) kam im Sommer 2019 zum FC Barcelona. Hier hilft er Lionel Messi im September 2019 mit der Kapitänsbinde.

Barcelona – Man kann es sich noch immer nur sehr schwer vorstellen, dass Lionel Messi (33) den FC Barcelona nach über 20 Jahren verlassen wird.

Als Favorit auf die Verpflichtung des sechsmaligen Weltfußballers hat sich Manchester City mit Messis Ex-Trainer Pep Guardiola (49) herauskristalisiert. Das Problem: Messi will ablösefrei wechseln (es gab eine entsprechende Klausel, die aber angeblich abgelaufen ist), Barcelona beharrt aber auf der 700 Millionen Euro schweren Ablöseklausel.

Jorge Messi in Barcelona gelandet

Eine Einigung beider Parteien kann man sich momentan nur schwer vorstellen. Messi fehlte deshalb auch bei Barcas Trainingsauftakt am Montag.

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Auch Messis Vater Jorge (62), der am Mittwochmorgen in Barcelona gelandet ist, ist in den Disput involviert. Messi Senior wird sich wohl mit Barcelona-Präsident Josep Maria Bartomeu treffen, um die Wogen zu glätten. Nach seiner Landung wurde Jorge Messi von Journalisten und Fotografen umlagert. „Ich weiß nichts“, sagte Jorge Messi nur, bevor er ein Taxi in Richtung Stadt bestieg. Dort traf er sich mit den Anwälten seines Sohnes in einer bekannten Kanzlei. Auf die Frage von dort wartenden Reportern, wie er die Zukunft seines Sohnes in Barcelona einschätze, antwortete Jorge Messi: „Schwierig, schwierig“.

Spanische Liga wollte schon Transfer von Neymar verhindern

Zuvor hatte sich auch schon die spanische Liga eingeschaltet und bestätigte in einer offiziellen Mitteilung, dass der Vertrag des Superstars nach wie vor gültig ist und ein ablösefreier Wechsel daher ausgeschlossen sei.

Das versuchte LaLiga bereits 2017, als Neymar für die bis heute unübertroffene Rekordsumme von 222 Millionen Euro von den Katalanen zu Paris Saint-Germain wechselte. Liga-Präsident Javier Tebas sagte damals: „Nein, wir werden das Geld eines solchen Klubs wie PSG nicht akzeptieren.“ Letztendlich haben sie es doch akzeptiert. Läuft es bei Messi jetzt fast genauso?

Da gibt es noch keine Tendenz. Klar ist aber, dass die spanische Liga natürlich ein großes Interesse daran hat, dass „La Pulga“ bei Barca bleibt. Denn neben Neymar 2017 hat sie 2018 auch schon Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) verloren.

Frenkie de Jong über Lionel Messi: „Es herrscht Chaos“

Doch nicht nur bei der Liga verbreitet der Disput Unruhe, sondern auch im eigenen (Noch-)Team. In einem Interview mit NOS sagt Kollege Frenkie de Jong (23): „Im Moment herrscht bei Barcelona ein Durcheinander, so viele Dinge passieren. Es herrscht Chaos.“ Und weiter sagte de Jong: „Wenn Messi wirklich geht, wäre das ein schwerer Schlag für das Team und den Klub.“

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Momentan schaut es nicht danach aus, dass Lionel Messi noch einmal das Barcelona-Trikot anziehen wird.

Mit Messi habe der Niederländer noch nicht gesprochen, insgesamt weiß selbst er nicht, was vor sich geht. Bis zu seiner Rückkehr von der niederländischen Nationalmannschaft tappt de Jong ebenso im Dunkeln, wie die gesamte Fußballwelt. (tsc)

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