Streik bei Eurowings Köln und Düsseldorf: Viele Ausfälle an NRW-Airports

Trauer um Otto Baric (†87) Ex-Bundesliga-Trainer stirbt nach Corona-Infektion

Neuer Inhalt

Trainer-Legende Otto Baric, hier als kroatischer Nationalcoach im Juni 2004 bei einem Spiel gegen die Schweiz, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

Zagreb – Die Fußball-Welt trauert um eine Trainer-Legende: Wie der kroatische Verband bestätigte, ist Ex-Nationaltrainer Otto Baric am Sonntag im Alter von 88 Jahren verstorben. Zum Tod hat laut kroatischen Medien eine Infektion mit dem Coronavirus geführt. Baric soll zuvor bereits gesundheitliche Probleme gehabt haben, die Ärzte in Zagreb hätten sein Leben in den vergangenen Tagen nicht mehr retten können.

„Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie. Ruhe in Frieden“, schrieb der Verband auf Twitter.

Den deutschen Fans ist Baric vor allem als Trainer des VfB Stuttgart bekannt. Der Kroate hatte die Schwaben im Sommer 1985 übernommen, musste aber schon im März des Folgejahres nach einer 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln seinen Hut nehmen. 28 Partien hatte Baric beim VfB an der Seitenlinie gestanden.

Alles zum Thema VfB Stuttgart

„Der VfB wird Otto Baric in ehrendem Gedenken halten und spricht auf diesem Weg den Hinterbliebenen sein Beileid aus“, twitterten die Schwaben.

Fußball-Welt trauert um Ex-Bundesliga-Trainer Otto Baric

Baric hatte im Verlauf seiner langen Trainerlaufbahn vor allem in Österreich große Erfolge gefeiert. Mit Wacker Innsbruck, Rapid Wien und dem SV Salzburg (heute Red Bull Salzburg) feierte er insgesamt sieben Meisterschaften.

Neuer Inhalt

Beim VfB Stuttgart stand Otto Baric zwischen Juli 1985 und März 1986 bei 28 Pflichtspielen an der Seitenlinie.

Hinzukamen vier nationale Pokal-Triumphe. Außerdem führte er Salzburg im Jahr 1994 bis ins Finale des Uefa-Cups, unterlag dort mit seinem Team denkbar knapp mit 0:1 gegen Inter Mailand. Auch in seiner Heimat war Baric erfolgreich: 1997 gewann er mit Croatia Zagreb das Double.

Zudem coachte „Otto Maximale“, wie Baric aufgrund der häufigen Verwendung seines Lieblingswortes genannt wurde, drei Nationalmannschaften: Von April 1999 bis Ende 2001 betreute er die österreichische Auswahl, später die seines Heimatlandes (2002 bis 2004). Barics letzte Trainerstation war die albanische Nationalmannschaft (2006 bis 2007).

Otto Baric sorgt mit homophoben Aussagen für Wirbel

Gegen Ende seiner Trainer-Laufbahn hatte Baric auch mit mehreren Aussagen zum Thema Homosexualität für Wirbel und Entsetzen gesorgt. In Interviews hatte Baric unter anderem gesagt: „Ich weiß, dass es in meiner Mannschaft keine Homosexuellen gibt. Ich erkenne einen Schwulen innerhalb von zehn Minuten, und ich möchte sie nicht in meinem Team haben.“

Zudem erklärte er: „Ich habe nichts gegen Schwule, aber ich will zum Beispiel nicht, dass wenn ich mit meiner Familie am Mittagstisch sitze, so einer dabei ist.“ Die Aussagen brachten Baric seinerzeit eine Geldstrafe der Uefa ein. (kos)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.