Aubameyang im Pfostenpech Villarreal verhindert zweites englisches Europapokalfinale

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Arsenal gegen Villarreal im Pech: Pierre-Emerick Aubameyang traf im Halbfinal-Rückspiel der Europa League am 6. April gleich zweimal den Pfosten.

Manchester/London – Der FC Villarreal hat die absolute Machtdemonstration des englischen Fußballs verhindert. Die Spanier schafften am Donnerstag (6. Mai) gegen den FC Arsenal den Einzug ins Finale der Europa League und machten die Hoffnungen der Premier League auf rein englische Endspiele in Champions League und Europa League zunichte.

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  • FC Arsenal scheitert an Villarreal

Während Manchester United bei AS Rom den satten Vorsprung nach dem 6:2 im Hinspiel souverän verteidigte, verpasste Arsenal nach der 1:2-Hinspielniederlage in Spanien durch ein torloses Remis die Wende. Das zweite englische Finale neben dem Duell zwischen dem FC Chelsea und Manchester City in der Champions League kommt damit nicht zustande.

Manchester United lässt nach Schützenfest im Hinspiel nichts anbrennen

Mit dem Schützenfest aus der Vorwoche hatte United nicht nur das Europa-Aus der Roma so gut wie perfekt gemacht, sondern auch den Abschied von deren Trainer Paulo Fonesca (48) zum Saisonende besiegelt. Als Nachfolger hatten die Italiener am Mittwoch José Mourinho (58) vorgestellt.

Noch ohne „The Special One“ benötigten die Italiener im Rückspiel ein Wunder, um es doch noch ins Finale zu schaffen. Bis zur Pause sah es nicht mehr nach Spannung aus, United führte dank Edinson Cavanis (39. Minute) mit 1:0 und sah wie der sichere Finalist aus.

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Edinson Cavani (r.) feiert mit Manchester United im Halbfinal-Duell gegen AS Rom (6. Mai) den Einzug ins Finale der Europa League.

Dank eines Doppelschlags durch Edin Dzeko (57.) und Bryan Cristante (60.) keimte noch einmal kurz Hoffnung auf, die Cavani mit seinem zweiten Treffer zum Ausgleich in der 68. Minute allerdings schnell wieder beendete. Das 3:2 durch Nicola Zalewski (19) sieben Minuten vor dem Ende kam für die Römer deutlich zu spät.

Halbfinal-Krimi zwischen FC Arsenal und FC Villarreal in der Europa League

Von Anfang an mehr Spannung besaß das zweite Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Villarreal. Nach dem 1:2 aus dem Hinspiel musste die Mannschaft um den deutschen Nationaltorhüter Bernd Leno (29) unbedingt gewinnen, um das rein englische Endspiel perfekt zu machen.

Davon war zunächst allerdings nichts zu sehen, Villarreal kontrollierte das Geschehen und machte den deutlich besseren Eindruck, verlor aber nach der schweren Verletzung von Samuel Chukwueze (21) nach knapp einer halben Stunde den Faden. Bis zum Ende der ersten Hälfte und vor allem kurz nach Wiederbeginn machte Arsenal plötzlich richtig Druck und hatte dicke Gelegenheiten.

Pierre-Emerick Aubameyang mit Arsenal gegen Villarreal im Pech

Nach gut einer Stunde berappelten sich die Spanier wieder, kontrollierten mit viel Ballbesitz-Anteilen das Geschehen. Doch Arsenal gab nicht auf, hinten hatte Villarreal mehrmals Glück: Allein Ex-BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (31) scheiterte zweimal am Pfosten.

Bis zuletzt drängten die Londoner mit dem Mute der Verzweiflung auf den einen Treffer, ließen dabei aber kühlen Kopf und die nötige Ruhe beim letzten Pass vermissen. So durfte Arsenals Ex-Coach Unai Emery (49), inzwischen in Diensten von Villarreal, letztlich im Duell mit seinem Nachfolger Mikel Arteta (39) jubeln.

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Unai Emery (l.) war am Donnerstag (6. Mai) im Duell mit Arsenal-Nachfolger Mikel Arteta letztlich obenauf.

Im Finale der Europa League in Danzig treffen am 26. Mai (21 Uhr) nun Manchester United und Villarreal aufeinander. Wie die UEFA zu Wochenbeginn mitteilte, soll das Finale im Stadion Miejski vor 9500 Zuschauern steigen.

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