Eintracht-Absturz Frankfurt-Star erneuert scharfe Kritik an Hütter – Bobic greift ein

Rode Hütter Kritik

Eintracht Frankfurt-Spieler Sebastian Rode (r.), hier bei Spiel gegen Bayern München am 20. Februar 2021, hat seine Kritik an Noch-Trainer Adi Hütter erneuert.

Frankfurt – Nach der peinlichen 3:4-Niederlage beim bereits abgestiegenen FC Schalke 04 sprach mit Sebastian Rode erstmals ein Profi von Eintracht Frankfurt über einem möglichen Einfluss des Trainerwechsels auf die Leistungen der Mannschaften. Ein Zusammenhang zum Leistungseinbruch sei „nicht von der Hand zu weisen“. In einem Interview legte der 30-Jährige jetzt am 20. Mai 2021 nach.

  • Eintracht Frankfurt verspielt die Champions League
  • Abgänge von Fredi Bobic und Adi Hütter sorgen für hitzige Debatten
  • Eintracht Frankfurt-Profi Sebastian Rode findet deutliche Worte

Eintracht Frankfurt: Sebastian Rode legt gegen Adi Hütter nach

Mittelfeldspieler Sebastian Rode sieht den Abgang von Adi Hütter (51) weiter als einen der Hauptgründe für den Einbruch von Eintracht Frankfurt im Endspurt der Fußball-Bundesliga.

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Adi Hütter (l.) und Fredi Bobic (r., hier im März 2019) verlassen im Sommer Eintracht Frankfurt.

„Am Anfang denkt man wirklich, dass einen das nicht beeinflusst und man das abschüttelt, um auch eine gewisse Stärke nach außen zu zeigen. Aber auf uns ist schon viel eingeprasselt“, sagte der 30-Jährige dem kicker: „Wenn die komplette sportliche Leitung wegbricht, ist es menschlich, dass die Spieler ins Grübeln kommen.“

Rode: „Wir spielen die beste Saison der Eintracht-Geschichte - und alle gehen weg“

Auch wenn das Vertrauensverhältnis nach dem feststehenden Wechsel Hütters zu Borussia Mönchengladbach „nicht groß" gelitten habe, stelle man sich als Spieler Fragen.

„Was ist eigentlich los? Wir spielen die beste Saison der Eintracht-Geschichte - und alle gehen weg. Was bringt die Zukunft?“, führte Rode aus: „Diese Faktoren spielen unterbewusst eine Rolle. Man versucht, das zu verdrängen, schafft es aber nicht, das komplett außen vor zu lassen.“

Eintracht Frankfurt: Mannschaft muss sich „selbst in den Arsch beißen“

Hütter selbst habe lediglich in der Woche der Bekanntgabe des Wechsels „angeknockt“ gewirkt, danach habe er „nichts groß anders“ gemacht als vorher, erklärte Rode. Doch ein „paar Prozent fehlten vielleicht“.

Ob Hütters Abgang der Hauptfaktor zum Verpassen der Königsklasse sei letztlich „hypothetisch“.

„Wir hätten die Spiele auch verlieren können, wenn Adi Hütter nächstes Jahr noch unser Trainer wäre", sagte Rode und beschwichtigte: „Jetzt jemanden wie die Sau durchs Dorf zu treiben, muss nicht sein.“ Auch wenn die Enttäuschung natürlich groß sei und man sich wegen des Abrutschens auf Rang fünf „selbst in den Arsch beißen“ könnte, so der Routinier weiter.

Eintracht Frankfurt: Fredi Bobic kritisiert Rode scharf

Derweil kritisierte Frankfurt Sportvorstand Fredi Bobic, der den Verein in Richtung Berlin verlässt, Rode für dessen Aussage, dass nach der Verkündung von Hütters Abschied Fehler gemacht worden seien.

„Mir hat er nie gesagt, dass es ein Problem gibt. Ich finde diese Aussage nicht professionell: Als Spieler muss man auf die eigene Leistung schauen“, sagte Bobic der „Sport Bild“. (sid/dpa)

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