Skandal-Neuzugang Ex-Schalke-Coach Tedesco holt früheren „Knacki“ nach Moskau

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Domenico Tedesco setzt bei Spartak Moskau auf einen Neuzugang mit bewegter Vorgeschichte.

Moskau – Um mit Spartak Moskau in der neuen Saison wieder in die Spur zu kommen, macht der frühere Schalke-Trainer Domenico Tedesco (34) bei der Suche nach Verstärkungen auch nicht vor Problem-Profis halt.

Die neueste Verpflichtung des Tabellensiebten der abgelaufenen Spielzeit ist in Russland vor allem durch eine kriminelle Vorgeschichte gebrandmarkt.

Russischer Ex-Nationalspieler Aleksandr Kokorin wechselt nach Haftstrafe zu Domenico Tedesco

Denn Ex-Nationalspieler Aleksandr Kokorin (29) verbrachte in den letzten beiden Jahren mehr Zeit im Gefängnis als auf dem Rasen. Weil er 2018 gemeinsam mit seinem früheren Nationalmannschaftskollegen Pavel Mamaev (31) hohe Beamte des russischen Handelsministeriums angegriffen hatte, saß er insgesamt elf Monate in Haft.

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Videoaufnahmen hatten gezeigt, wie die beiden Fußballer den Politiker mit einem Stuhl am Kopf attackierten und ihm ins Gesicht schlugen. Auf sieben Monate Untersuchungshaft folgten nach der Verurteilung vier weitere Monate im Gefängnis, ehe beide Spieler vorzeitig entlassen wurden.

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Die folgenschwere Attacke war nicht die erste Eskapade der russischen Party-Profis. Nach dem Aus der Nationalmannschaft bei der EM 2016 machte das Duo gemeinsam in Monaco Party – russische Medien berichteten damals davon, dass die Profis Champagner im Wert von 250.000 Euro geordert haben sollen.

Aleksandr Kokorin meldet sich nach Haftstrafe zurück und empfiehlt sich für Domenico Tedesco

Im Jahr 2019 stand Kokorin entsprechend kein einziges Mal auf dem Rasen, meldete sich anschließend aber umso eindrucksvoller zurück. In zehn Spielen für FK Sotschi gelangen ihm in der abgelaufenen Spielzeit sieben Treffer und drei Vorlagen. Kokorin war im März zum damaligen Tabellenletzten gestoßen und hatte entscheidenden Anteil am Klassenerhalt.

Die Tür der Nationalmannschaft scheint für Kokorin dagegen trotz der guten Leistungen verschlossen. Nach dem ersten Party-Skandal hatte der Stürmer eine zweite Chance erhalten, eine dritte Gelegenheit wird der ehemalige Sträfling aber wohl nicht bekommen. (bc)

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