Scharfe DFB-Kritik Klub-Boss fordert Aus für Bierhoff und Löw: „Peinliches Bild“

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Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin, hier beim Spiel seines Klubs gegen Eintracht Frankfurt Ende März, hat scharfe Kritik an Joachim Löw und Oliver Bierhoff geübt.

Berlin – Kurz sah es aus, als hätte die deutsche Nationalmannschaft ihre Leichtigkeit zurück. Dann kam das 1:2 im WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien – und mit ihm neuerliche Stimmen, die personelle Konsequenzen beim DFB und der deutschen Elf fordern. 

  • DFB sorgt mit jüngsten Entwicklungen für Frust und Kritik
  • Union Berlins Präsident fordert frühzeitigen Rücktritt von Joachim Löw und Oliver Bierhoff
  • Dirk Zingler lehnt geplante Champions-League Reform ab

Eine dieser Stimmen gehört Dirk Zingler (56). Der Präsident des 1. FC Union Berlin hat den DFB nun scharf kritisiert – und sich für einen Rücktritt von Oliver Bierhoff (52) und Joachim Löw (61) vor der EM ausgesprochen. „Es ist aus meiner Sicht ein katastrophales, peinliches Bild. Der DFB ist an der Spitze hoffnungslos zerstritten und dadurch führungslos“, sagte der Vereinschef der Berliner der „Bild“.

Union Berlin: Dirk Zingler fordert Rücktritt von Joachim Löw und Oliver Bierhoff 

Die Nationalmannschaft stehe beispielhaft für die Probleme des Verbands. „Ich glaube, es braucht einen kompletten personellen Neuanfang, um wirkliche Veränderungen in Gang setzen zu können“, sagte Zingler. „Deshalb gehöre ich auch zu der großen Gruppe von Fußballfans in Deutschland, die es richtig finden würden, wenn Oliver Bierhoff und Jogi Löw noch vor der EM diesen Neuanfang ermöglichen würden. Das würde ihre unumstrittenen Verdienste der letzten Jahre nicht schmälern, sondern einen weiteren hinzufügen.“

Nach der Niederlage gegen Nordmazedonien hatte Löw zuletzt persönliche Konsequenzen vor seinem angekündigten Rückzug als Bundestrainer im Anschluss an die EM ausgeschlossen.

Dirk Zingler lehnt Reform der Champions League ab

Mit Blick auf die bevorstehende Reform der Champions League forderte der Union-Präsident die deutschen Vertreter in der Exekutive der Europäischen Fußball-Union UEFA und der Europäischen Klub-Vereinigung ECA zu einer ablehnenden Haltung auf. 

Diese müssten „mutig sein und klare Kante zeigen. Selbst wenn man weiß, dass man dieses oder jenes nicht mehr verhindern kann, aber zumindest kann man mit einer deutlichen Positionierung den Fans hierzulande zeigen, dass man sie hört und sie achtet“, sagte der Vereinschef der Berliner.

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Die UEFA will am 19. April über die Reform des Europapokals entscheiden. Dabei geht es unter anderem darum, in welchem Format die Champions League ab 2024 ausgetragen wird. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass 36 statt bislang 32 Teams teilnehmen sollen. Die Zahl der Partien pro Saison würde deutlich ansteigen. (dpa, bl)

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