Abschied vom „Goldjungen“ Diego Maradona in Argentinien beigesetzt

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1986 wurde Diego Maradona mit der argentinischen Nationalmannschaft Weltmeister. Nach seinem Tod wurde sein Sarg im Präsidentenpalast aufgebahrt, um Menschen einen Abschied des Idols zu ermöglichen.

Buenos Aires – Er hatte ein wildes Leben zwischen Genie und Wahnsinn. Nun hat Diego Maradona (†60) endlich seine letzte Ruhe gefunden: Einen Tag nach seinem Tod wurde der legendäre argentinische Fußballspieler und Nationalheld am Donnerstag auf dem Privatfriedhof Jardín de Bella Vista in einem Vorort von Buenos Aires an der Seite seiner Eltern bestattet.

Aufruhr vor der Beisetzung

Der Tod der Fußball-Legende Diego Maradona hat die Sport-Welt erschüttert. Vor der Beisetzung des Weltstars herrschte Aufruhr. In Argentinien war noch am Todestag des Ex-Weltstars eine dreitägige Staatstrauer zu Ehren Maradonas angeordnet worden, unzählige Menschen wollten persönlich von ihrem großen Idol Abschied nehmen.

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Der Leichnam der am Mittwoch verstorbenen Fußball-Legende Diego Maradona ist in Buenos Aires aufgebahrt worden. Vor dem Präsidenten-Palast kam es tags darauf zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei.

Maradonas Leichnam war in der Casa Rosada, dem Palast des argentinischen Präsidenten Alberto Ángel Fernández (61), aufgebahrt worden.

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Sein größter Triumph: Diego Maradona gewann 1986 in Mexiko mit der argentinischen Nationalmannschaft durch einen 3:2-Finalsieg gegen die DFB-Auswahl den WM-Pokal.

Zehntausende strömten daraufhin nach Buenos Aires, um dem einstigen Offensiv-Star und Weltmeister von 1986 die letzte Ehre zu erweisen.

Diego Maradona aufgebahrt: Ausschreitungen vor Präsidenten-Palast

Und dabei wurde es auch turbulent. So ist es am Donnerstag zu Ausschreitungen vor dem Palast gekommen, unzählige Menschen hatten darauf gewartet, zum Sarg der verstorbenen Fußball-Legende vorgelassen zu werden. Doch die Polizei sprach eine Zugangsbeschränkung aus.

Daraufhin eskalierte die Lage, trauernde Fans griffen die Beamten an, warfen auch mit Steinen und Flaschen. Die Polizeikräfte reagierten mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Die argentinischen TV-Sender sendeten Bilder der chaotischen Szenen.

Auch in Europa erwiesen zahlreiche Klubs der verstorbenen Legende die letzte Ehre. Schon Mittwochabend hatten die Top-Klubs vor den Partien in der Champions League Maradona mit einer Minute des Schweigens gedacht.

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Hunderte Fans des SSC Neapel versammelten sich am Donnerstagabend vor dem Europa-League-Spiel gegen den kroatischen Klub HNK Rijeka am Stadion und erwiesen Diego Maradona die letzte Ehre.

Am Donnerstag versammelten sich dann Hunderte Fans des SSC Neapel – jenes Klubs, den Maradona 1987 und 1990 zu den bislang einzigen Meistertiteln der Klubgeschichte geführt hatte – vor dem Europa-League-Heimspiel gegen den kroatischen Klub HNK Rijeka am Stadion und erwiesen Diego Maradona die letzte Ehre. Sie zündeten Pyrotechnik und skandierten den Namen der argentinischen Legende.

Tod von Diego Maradona: Bestatter sorgt mit Sarg-Selfie für Skandal

Unterdessen war es zuvor zu einem Eklat gekommen: Mitarbeiter des Bestattungsinstituts, welches Maradonas Leichnam für die Aufbahrung in der Casa Rosada vorbereitet hatten, sorgten mit geschmacklosen Fotos für großes Entsetzen.

So posierte einer der Mitarbeiter am Sarg von Maradona, legte dem Leichnam die rechte Hand auf die Stirn und streckte mit der linken den gehobenen Daumen in die Kamera. Auch zwei weitere Mitarbeiter machten ein Selfie am Sarg der Fußball-Legende.

Die Bilder verbreiteten sich anschließend in den sozialen Netzwerken und riefen einen riesigen Shitstorm hervor. Der Inhaber des Bestattungsunternehmens schaltete sich argentinischen Medienberichten zufolge ein – und teilte mit, dass die betreffenden drei Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung entlassen worden seien. Die Gefeuerten sollen sich mittlerweile der Familie Maradonas entschuldigt haben.

Für die Angehörigen und viele Fans dürfte es allerdings ein schwacher Trost sein. (kos)

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