Liga-Neustart Jetzt steht auch das Test-Konzept für die Schiedsrichter

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Deniz Aytekin und seine Kollegen sollen sich zwei Testreihen unterziehen.

Frankfurt – Der Ball darf endlich wieder rollen! Als DFL-Boss Christian Seifert (50) am Donnerstag zur Pressekonferenz antrat, war ihm die Freude über die Entscheidung der Politik anzumerken.

„Alle Klubs haben die Entscheidung zur Weiterführung der Bundesliga mit Erleichterung hingenommen“,  sagt Seifert und bedankte sich bei den Entscheidungsträgern.

Corona-Zwangspause endet nach 66 Tagen

Am 16. Mai geht es wieder los. Der Auftakt also um einen Tag verschoben,  fünf Auswechslungen vielleicht möglich - nach exakt 66 Tagen Corona-Zwangspause wird der Saison-Neustart am 16. Mai sofort zum Härtetest für die neue Fußball-Normalität. „Damit orientieren wir uns streng an der Entscheidung der Politik von Mittwoch.“

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„Die Spiele werden sich anders anfühlen und anders sein“, sagte Seifert nach den virtuellen Beratungen der 36 Klubchefs am Donnerstag – und schob gleich eine Mahnung hinterher: „Es wird kein normaler Spielbetrieb sein. Jedem in der Liga muss klar sein, dass wir auf Bewährung spielen. Ich erwarte von jedem Einzelnen, dass er seiner Verantwortung gerecht wird.“

Borussia Dortmund gegen Schalke 04 zum Start

Zum Start gibt es das gleich das Derby Dortmund gegen Schalke, Gladbach tritt abends in Frankfurt an (18.30 Uhr). Sonntags folgt dann der 1. FC Köln gegen Mainz 05 und Union Berlin gegen Bayern. Mit der Partie Bremen gegen Leverkusen geht am Montag der 26. Spieltag zu Ende.

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Unter anderem das traditionsgeladene Ruhr-Derby läutet die Bundesliga-Rückkehr am 16. Mai ein.

Da die Saison erst am 27./28. Juni zu Ende gehen soll, dürfte das Pokalfinale erst im Juli stattfinden. Das Konzept für die ausstehenden neun Spieltage beinhaltet zwei englische Wochen plus das Nachholspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen. Alle Partien werden als sogenannte Geisterspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.

Rund 300 Personen bei Geisterspielen im Stadion

Bei den Spielen dürfen sich maximal rund 300 Personen im und um das Stadion aufhalten. Auch für die Schiedsrichter, die dem DFB unterstehen, gibt es ein Konzept, sie sollen sich zwei Testreihen unterziehen.

Dem zweiten Test können sich die Unparteiischen und ihre Assistenten am Vortag ihrer ersten Partie in der 1. oder 2. Liga unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Spielleiter jeweils am Vortag einer Partie getestet. „Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben“, erklärte der DFB nach einer Schaltkonferenz mit seinen Elite-Schiedsrichtern. Die Ansetzungen werden erst am Spieltag bekannt gegeben.

Kölner Keller soll umgebaut werden

Schwierig sei auch die Frage der Videoschiedsrichter. Der „Kölner Keller“ ist klein und die Referees sitzen dort auf engstem Raum. Seifert: „Da wird es bauliche Veränderungen geben.“

Noch nicht endgültig geklärt ist die Frage, ob wie von der FIFA erwogen im Liga-Endspurt fünf Wechsel möglich sind.

Ob Fußball im Free-TV stattfinden wird, um Wohnzimmer-Partys zu vermeiden, ist noch offen. „Da endet die Verantwortung der DFL“, sagte Seifert. Sky kündigte an, die Konferenz-Schaltungen kostenlos zu zeigen!

DFL-Boss Seifert lobt Gesundheitssystem

Dem DFL-Boss ist klar, dass die Bundesliga, die als erste Top-Liga nun wieder einsteigt, weltweit im Fokus stehen wird. „Das gelingt uns aber nur, weil wir in diesem Land spielen. Wir haben das Privileg, in einem der modernsten  Gesundheitssysteme der Welt zu leben. Wenn ich von anderen Ligen gefragt werde, und ich nenne die Anzahl Tests, die in Deutschland möglich sind,  folgt erstmal Schweigen. In den USA kann man sich das gar nicht vorstellen.“

TV-Gelder fließen wieder an die Klubs

Dank der Aussichten auf Spiele fließt auch wieder Geld von den TV-Sendern, wie Seifert erklärte. Anfang Mai sei eine erste Tranche geflossen, zwischen dem ersten und zweiten Spieltag folge eine weitere.

So hofft die Liga nun, am 27. Juni ihren Meister zu küren, danach soll es noch eine Relegation zwischen erster und zweiter Liga geben, wie es mit der 3. Liga aussieht, ist noch nicht geklärt. Die neue Saison soll dann schon im August beginnen. Doch erstmal kann jetzt der Ball wieder wieder rollen. Und das ist für Seifert und die 36 Klubs erst einmal die Hauptsache.

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