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„Im Moment bin ich frei“ Ralf Rangnick bereit für Löw-Nachfolge?

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Bald der neue Bundestrainer? Ralf Rangnick bei einer Diskussionsveranstaltung am 3. Dezember 2019.

München – Jetzt oder nie! Ralf Rangnick (62) lehnte sich auf der bequemen Couch im TV-Studio entspannt zurück, als er dem DFB die Pistole auf die Brust setzte. „Im Moment bin ich frei“, sagte Rangnick mit Blick auf den ab Sommer vakanten Posten des Bundestrainers und betonte: „Wenn sich der DFB erst zu einem Zeitpunkt melden würde, an dem ich nicht mehr frei bin, ist es zu spät.“

  • Joachim Löw hört nach der EM als Nationaltrainer auf
  • Ralf Rangnick ist an dem Posten interessiert
  • Jürgen Klopp sieht Rangnick als „erste Lösung“

Bei seinem vorwitzigen Vorstoß erhielt der einstige Architekt des rasanten Aufstiegs von RB Leipzig überaus prominente Unterstützung. „Ralf Rangnick würde dem DFB guttun. Das wäre meine erste Lösung gewesen“, sagte Jürgen Klopp (53), „vielleicht fragt ihr den mal, der hat nämlich zum Glück auch noch Zeit.“ Anders als der Teammanager des FC Liverpool, der bezüglich der Nachfolge von Joachim Löw auf seinen bis 2024 laufenden Vertrag verwies.

Ralf Rangnick als Nachfolger von Joachim Löw?

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Rangnick als Bundestrainer, betonte Klopp, „das fände ich echt spannend“. Und das gilt natürlich auch für Rangnick selbst. „Es ist eine Stelle, die keinen Trainer in Deutschland kalt lässt“, sagte er bei Sky über das Löw-Erbe. Er würde einen Anruf „selbstverständlich entgegennehmen und es mir anhören. Ich kann mir grundsätzlich alles vorstellen.“ Allerdings sei es „in erster Linie eine Frage des Timings“. Der DFB, sollte das heißen, muss sich sputen.

Konkret: Direktor Oliver Bierhoff (52), die Ein-Mann-Trainerfindungskommission des Deutschen Fußball-Bundes. Der aber galt bislang nicht als großer Rangnick-Freund. Allerdings hatte er den Macher einst mehrfach in Leipzig aufgesucht, um sich beim Aufbau der DFB-Akademie beraten zu lassen. Er könne sich „sehr gut vorstellen“, dass eine Zusammenarbeit mit Bierhoff „sehr fruchtbar wäre“, betonte Rangnick jetzt, „auch für die Zukunft des deutschen Fußballs“.

Lothar Matthäus spricht über Ralf Rangnick

Rangnicks strategische Fähigkeiten werden in der Szene sehr geschätzt - auch beim DFB. Oder in Gladbach, wo er ebenfalls gehandelt wird. Fachlich ist der Fußball-„Professor“ ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ist er also - auch angesichts der vertraglichen Verpflichtungen etwa von Hansi Flick beim FC Bayern - die logische Wahl?

„Für mich ist Ralf Rangnick nicht nur eine Alternative, sondern ein idealer Mann für den DFB“, sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59): „Wenn ich in der Verantwortung wäre, wäre er beim DFB ganz oben gesetzt.“

Christoph Daum (67) gab allerdings zu bedenken, dass sich der DFB mit Rangnick wohl eine Revolution ins Haus holen würde. Rangnick wolle „das Heft des Handelns, den Generalschlüssel in die Hand bekommen“, sagte er dem SID. Das würde „für viele Personen beim DFB einen riesigen Einschnitt bedeuten“. (sid)

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