Anfang erlebt Nervenschlacht Drittligist beschert Ex-FC-Coach Zitter-Einstand im Pokal

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Markus Anfang erlebte als Coach des SV Darmstadt beim Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg einen nervenaufreibenden Einstand.

Köln – Fußball satt am Sonntag! Erst legte Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß in der Geburtstagsausgabe des Sport1-„Doppelpass“ einen denkwürdigen Auftritt hin, anschließend rollte bundesweit die Kugel im DFB-Pokal. Gleich acht Partien wurden am Nachmittag angepfiffen – und dabei gab's auch wieder einige Überraschungen.

Während Ex-FC-Coach Markus Anfang (46) als neuer Coach des SV Darmstadt einen echten Zitter-Einstand erlebte, sorgte Südwest-Regionalligist SV Elversberg für die größte Sensation: Der Viertligist fertigte Zweitliga-Vertreter FC St. Pauli mit 4:2 ab und steht damit in der zweiten Runde!

SV Elversberg gelingt Überraschung gegen FC St. Pauli

Marvin Knoll hatte den Favoriten aus Hamburg zwar schon nach sieben Minuten in Führung gebracht – doch Luca Schnellbacher (16.) und Patryk Dragon (26.) drehten die Partie noch vor der Pause zugunsten der Elversberger.

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Riesen-Jubel beim SV Elversberg und Robin Fellhauer: Der Südwest-Regionalligist warf sensationell Zweitliga-Klub FC St. Pauli aus dem Wettbewerb.

Und es kam noch schlimmer für die Kiezkicker: Robin Fellhauer (48.) und wieder Schnellbacher (67.) schossen eine 4:1-Führung für den Außenseiter heraus. Rico Benatelli gelang für St. Pauli nur noch Ergebniskosmetik (78.).

SV Darmstadt und Markus Anfang in Runde zwei

Einen nervenaufreibenden Pflichtspiel-Einstand erlebte unterdessen Anfang. Der ehemalige Trainer des 1. FC Köln musste mit seinem neuen Klub SV Darmstadt beim aufopferungsvoll kämpfenden Drittligisten 1. FC Magdeburg in die Verlängerung gehen.

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Erleichterung pur bei den Spielern des SV Darmstadt: Der Zweitligist steht nach einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

Tobias Müller (14.) und Christian Beck (26.) hatten Magdeburg überraschend in Führung gebracht, der Zweitligist kam aber nach Treffern von Marvin Mehlem (53.) und Tobias Kempe (66.) wieder zurück. 2:2 nach 90 Minuten – es gab also die Verlängerung. Dort traf schließlich Mathias Honsak für den Favoriten (100.), der allerdings bis zum Schluss noch gehörig ums Weiterkommen zittern musste.

„Die erste Halbzeit war überhaupt nicht gut. Aber ich denke, wir haben dann in Halbzeit zwei die richtige Reaktion gezeigt“, meinte Anfang bei Sky.

Chemnitzer FC verpasst Sensation gegen Hoffenheim

Eine weitere Sensation hatte sich lange in Chemnitz angebahnt. Dort zwang der CFC die TSG Hoffenheim um ihren neuen Coach Sebastian Hoeneß (38) zunächst in die Verlängerung. Nach 90 Minuten hatte es nach Treffern von Hoffenheims Andrej Kramaric (48.) und Kevin Freiberger (59.) 1:1 gestanden.

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Ihlas Bebou (l.) und die TSG Hoffenheim hatten mit Viertligist Chemnitzer FC um Tim Campulka ihre liebe Mühe in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Christian Bickel traf dann sogar zum 2:1 für den Underdog (100.). Doch der Bundesligist hatte noch einmal die Antwort: Erneut Kramaric traf vom Elfmeterpunkt (111.). Es ging ins Elfmeterschießen!

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Die TSG Hoffenheim um Coach Sebastian Hoeneß (r.) musste beim Viertligisten Chemnitzer FC in die Verlängerung – rettete sich aber im Elfmeterschießen schließlich in die nächste Pokal-Runde.

Dort trumpfte dann TSG-Keeper Oliver Baumann auf: Der Schlussmann parierte die ersten beiden Strafstöße von Riccardo Grym und Tobias Müller. Doch es wurde noch mal spannend! Denn mit Mijat Gacinovic und Ermin Bicakcic versagten dann auch bei zwei Hoffenheimern die Nerven. Alles war wieder offen! Doch Bickel – der umjubelte Chemnitzer Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 – schoss seinen Elfmeter über den Kasten. Hoffenheim und Hoeneß stehen somit nach einer echten Zitter-Partie in Runde zwei. Der Nordost-Regionalligist wiederum schrammte ganz knapp an der großen Überraschung vorbei.

Ebenfalls in die Verlängerung ging es beim Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Jahn Regensburg. Die Führung für den Zweitligisten aus Bayern hatte Albion Vrenezi besorgt (4.), doch Kevin Kraus war für die „Roten Teufel“ noch der Ausgleich gelungen (64.). Da in der Verlängerung keine weiteren Treffer fielen, musste auch hier die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Kaiserslauterns Kapitän Carlo Sickinger scheiterte schließlich beim entscheidenden Strafstoß an Jahn-Keeper Alexander Meyer. Regensburg buchte damit ebenfalls die nächste Runde.

Bayer Leverkusen hat keine Mühe mit Eintracht Norderstedt

Bayer Leverkusen hatte mit Nord-Regionalligist Eintracht Norderstedt unterdessen keine Mühe. Mit einem souveränen 7:0-Kantersieg buchte die Werkself die nächste Runde. Lars Bender (4.), Nadiem Amiri per Doppelpack (10., 32.), Lucas Alario (12.), Florian Wirtz (21.), Charles Aránguiz (30.) und Neuzugang Patrik Schick (72.) schossen den ungefährdeten Sieg für das Team von Coach Peter Bosz (56) heraus.

Und es gab weitere gute Neuigkeiten für Bayer: Offensiv-Star Leon Bailey (23), der sich vor drei Wochen in Jamaika bei der Geburtstagsparty von Ex-Sprintstar Usain Bolt (34) mit dem Coronavirus infiziert hatte, wurde negativ getestet – und darf nun wieder nach Deutschland und zu Bayer zurückkehren. Bailey hatte sich in Jamaika in Isolation befunden.

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Neuzugang Patrik Schick (r.) trug sich in seinem ersten Pflichtspiel für Bayer Leverkusen gleich in die Torschützenliste ein.

Drittligist Hansa Rostock unterlag dem Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart mit 0:1, Silas Wamangituka erzielte für die Schwaben das Tor des Tages (42.). Holstein Kiel feierte derweil beim 7:1 gegen den baden-württembergischen Oberligisten FC Rielasingen-Arlen ein Schützenfest. Daniel Niedermann hatte den Fünftligisten nach mit seinem Tor nach drei Minuten schon träumen lassen – doch für den Zweitligisten sorgten schließlich Hauke Wahl (15.), Janni Serra (19.), Jae-Sung Lee (22., 24.), Fin Bartels (29.), Finn Porath (63.) und Fabian Reese (86.) für klare Verhältnisse.

Auch der SV Sandhausen ist weiter. Dank eines Doppelpacks von Julius Biada (23., 45.+1) siegte das Team von Coach Uwe Koschinat (49) gegen den Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger mit 2:1. Sascha Marquet hatte für den Außenseiter zwischenzeitlich ausgeglichen (40.). (kos)

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