Nach 0:6-Pleite Bierhoff: „Hat mich ein bisschen gefreut“ – Matthäus' Forderung an Löw

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff bei einer Pressekonferenz im November 2019.

Köln – Für DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) hatte die 0:6-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im vergangenen November in Spanien bei aller Enttäuschung auch etwas Positives. Das sagte Bierhoff am Dienstag (23. Februar) im Interview mit RTL/ntv.

  • DFB-Direktor Oliver Bierhoff über die Diskussionen nach dem 0:6 gegen Spanien
  • Bierhoff glaubt trotzdem an eine gute EM-Vorbereitung
  • Rekordnationalspieler Lothar Matthäus fordert von Bundestrainer Joachim Löw ein anderes Auftreten

„Das war natürlich eine sehr hitzige, emotionale Diskussion danach, die mich auf der einen Seite ein bisschen gefreut hat, weil sie gezeigt hat, wie viel die Nationalmannschaft den Menschen noch bedeutet“, sagte Bierhoff, „aber wir müssen aufpassen, dass das keinen längeren negativen Effekt auf uns hat.“

Oliver Bierhoff glaubt an gute EM-Vorbereitung

Bierhoff glaubt nicht, dass die anhaltenden öffentlichen Diskussionen die Arbeit von Bundestrainer Joachim Löw (60) in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) beeinflussen. „Dafür sind wir zu lange in diesem Geschäft, sodass wir wissen, wie das geht“, sagte der Europameister von 1996: „Schauen wir Jürgen Klopp (Teammanager des FC Liverpool, Anm. d. Red.) an, der hat vier Jahre eine Erfolgsgeschichte geschrieben und wird jetzt durch den Kakao gezogen. Das weißt du, wenn du in so einer Rolle bist, dass du heftigen Widerstand bekommst.“

Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59) äußerte sich zur Nationalmannschaft. Gut einen Monat vor den ersten Länderspielen im Jahr 2021 forderte er vom Bundestrainer ein anderes Auftreten als zuletzt. „Wichtig ist, dass Löw die richtigen Entscheidungen trifft, dass er wieder selbstsicher auftritt, dass er mit der Mannschaft eine Einheit bildet – nicht wie in Spanien beim 0:6, wo ich ihn im Stadion nicht gehört habe, obwohl keine Zuschauer dort waren“, sagte der 59-Jährige im Interview dem Online-Portal „Sport1“.

Bierhoff geht weiter fest davon aus, dass die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobene EM im zweiten Anlauf stattfinden wird: „Wir wären sechs bis sieben Wochen in einer Blase. Ich glaube, das wäre relativ sicher. Aber man weiß natürlich nicht, wie die Situation im Juni ist.“

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Nach seinem Kenntnisstand plane die UEFA weiter mit zwölf Stadien. „Es scheint, dass acht Stadien Minimum sein müssen, damit man es auch terminlich und platztechnisch umsetzen kann. Wir planen entsprechend, wissen aber, dass sich das jederzeit wieder ändern kann“, erklärte Bierhoff. (sid/dpa/eha)

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