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Heftige Matthäus-Kritik an Löw Bierhoff kündigt Konsequenzen an – schon Montag

Bierhoff Sky90

DFB-Direktor Oliver Bierhoff am 6. Dezember 2020 zu Gast bei Sky90.

München – Joachim Löw (60) wird sein öffentliches Schweigen nach der 0:6-Schmach in Spanien am Montag brechen. In einem digitalen Pressegespräch mit ausgewählten Journalisten wird sich der Bundestrainer ab 16 Uhr – kurz vor der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen – stellen.

Oliver Bierhoff (52) hat seine Rückendeckung für Löw am Sonntag noch einmal bekräftigt. Der Direktor der Nationalmannschaft erklärte bei Sky 90: „Ich bin der vollen Überzeugung, dass Joachim Löw der richtige Trainer für den DFB ist.“

In der Sendung hatte Lothar Matthäus (59) Löw nochmals scharf kritisiert, weil er nach dem 0:6 gegen Spanien abgetaucht war. Doch das ändert sich ja nun. Bierhoff erwartet dabei einen kämpferischen Bundestrainer: „Es wäre schlecht, wenn er nach der Partie in Spanien keine Energie und Wut in sich hätte. Er hat das Feuer und klare Erwartungen.“

Lothar Matthäus kritisiert Joachim Löw

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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (59) kritisierte in der Talkshow: „Wenn es ums Sportliche geht, ist der Trainer verantwortlich. Also muss der sich auch den Journalisten stellen. Die Außendarstellung in den letzten Wochen gefällt mir nicht. Joachim Löw hat sich in den letzten Wochen sehr rar gemacht. So wie er sich derzeit verhält, ist es von der Emotionalität anders als früher. Als Bundestrainer muss man anders handeln.“

LoddarSky90

DFB-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus am 6. Dezember 2020 in der Sendung Sky90.

Der Experte erklärt weiter: „Auf der Bank in Spanien war er sehr ruhig. Seine Körpersprache sehe ich nicht wie früher. Wir wollen Löw wieder so sehen, dass er eine Mannschaft unterstützt und eine Einheit bildet.“

Bierhoff gefällt nach der Kritik von Karl-Heinz Rummenigge (64) nach dem 3:3 seiner Bayern gegen RB Leipzig am Samstagabend die Polemik nicht. „Bei der aktuellen Emotionalität ist es schwer, sachlich zu diskutieren.“

Der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters hatte geäußert: „Wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir im Moment beim DFB zu viel Oliver Bierhoff und zu wenig Joachim Löw. Wenn bei Bayern München schlecht gespielt wird, muss der Trainer zur Pressekonferenz - und nicht der Sportdirektor. Wenn du 0:6 in Spanien verlierst, möchten auch die Fans erklärt haben, wieso so ein Spiel so schiefgelaufen ist.“

Um wieder international erfolgreich zu sein, sollen mehr ehemalige Fußballer in den DFB eingebunden werden. Bierhoff: „Wir haben mit Stefan Kuntz, Benedikt Höwedes oder Michael Prus schon einige Spieler eingebunden. Aber wir müssen es weiter voranbringen.“

Oliver Bierhoff hält Tür für Thomas Müller offen

Zum Thema Rückkehr von Jerome Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels betonte der Direktor der Nationalmannschaft: „Das muss der Bundestrainer alleine entscheiden. Die Tür ist nie ganz zu, aber ob sie wieder aufgemacht wird, entscheidet das Trainerteam. Ich freue mich riesig, dass alle drei so engagiert sind und stark in der Bundesliga spielen. Es wird definitiv nicht an Prinzip oder Sturheit, sondern am Eigenwohl der Mannschaft liegen, wen er mitnimmt und wen nicht.“ (fne)

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