100-Millionen-Mann muss liefern Havertz will endlich auch Jogi-Durchbruch

Havertz

Kai Havertz bei einer Trainingseinheit der Nationalmannschaft in Köln.

Köln – In England nennen sie Kai Havertz (21) bereits „German Wunderkind“. Bis zu 100 Millionen Euro war dem FC Chelsea der Transfer des Leverkuseners wert. Der Ex-Bayer-Profi wurde so zum teuersten deutschen Spieler aller Zeiten. Merkwürdigerweise hat Joachim Löw den so Hochbegabten bisher in der Nationalmannschaft nicht richtig integrieren können. Erst sieben Länderspiele und ein Tor sind eine dürftige Ausbeute.

Startelf-Garantie gegen die Türkei für Kai Havertz

Doch jetzt will Havertz den Durchbruch auch im DFB-Team. „Er tut uns in spielerischer und technischer Hinsicht gut“, sagte der Bundestrainer am Dienstagabend und stellte dem Mittelfeldspieler eine Startelf-Garantie aus. Nun will das Juwel nicht nur im Test-Kick gegen die Türkei (Mittwoch, 20.45 Uhr, RTL) liefern.

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„Ich bin voller Vorfreude zu den Spielen in meine alte Heimat Köln gereist“, sagt Havertz. „Ich werde Gas geben. In den zwei Jahren bei der Nationalmannschaft habe ich nicht allzu viele Spiele gemacht. Ich bin aber noch relativ jung und habe noch viele Spiele vor mir. Bisher bin ich immer ruhig geblieben“.

Kai Havertz mit neuem Selbstvertrauen nach Hattrick gegen Barnsley

Beim letzten Länderspiel-Doppelpack im September saß der damals noch Begehrte erst 90 Minuten auf der Bank, um dann vorzeitig abzureisen und den Transfer einzutüten. Nun hat er Tritt gefasst, beim 6:0 im Ligapokal gegen den FC Barnsley erzielte er drei Tore. „Der Hattrick hat mir gut getan“, gesteht der 21-Jährige. „Der Start bei Chelsea war schwer für mich. Ich habe nur fünf, sechs Tage mit dem Team trainiert, dann direkt das erste Spiel gemacht. Zudem war es ein sehr großer Schritt für mich, die Familie und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Das dauert natürlich, um dann richtig anzukommen. Aber ich habe genug Selbstvertrauen, um nun auch bei der Nationalmannschaft anzugreifen“.

Durch den Sprung in die Premier League erhofft sich Havertz auch größere Chancen bei Löw. Denn in England, das stellte der Ex-Leverkusener schnell fest, weht ein anderer Wind. „Die Intensität in den Zweikämpfen und den Läufen ist viel höher. Das ist eine komplett andere Liga, die Spiele sind sehr anstrengend.“ Havertz‘ erste Eindrücke von der Insel werfen kein gutes Licht auf die Bundesliga. „Die Bundesliga ist nicht viel schlechter“, sagt er. „Aber mir sind schon Unterschiede aufgefallen. Mir kommt’s so vor, als ob es dort keine durchschnittlichen oder schlechten Spieler gibt. Alle sind auf einem sehr hohen Niveau“.

Kai Havertz: Niveau in England höher als in Bundesliga

Dieses hohe Niveau will der 100-Millionen-Mann nun auch Woche für Woche für Chelsea liefern – und in dieser Woche vor allem endlich mal im deutschen Nationaltrikot.

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