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„Zu viel Glühwein? Das war schon peinlich“ Harte Kritik nach Bierhoffs Auftritt

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff sprach am Freitag 90 Minuten lang über die Lage bei der Nationalmannschaft.

Frankfurt – Geschlagene 90 Minuten stellte sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) am Freitag in der Verbandszentrale, hielt zunächst einen gut halbstündigen Monolog und beantwortete anschließend Fragen ausgewählter Journalisten. Der Europameister zeigte zunächst eine Power-Point-Präsentation, um Ziele, Resultate und Vorgaben zu verdeutlichen. Nicht nur dieser Vortrag irritierte viele Fans, die sich den Bierhoff-Auftritt anschauten.

Das Echo fiel verheerend aus. Sowohl Fans als auch Medien geizten nicht mit Kritik, teilweise wurden die Kommentare – vor allem in den sozialen Medien – bösartig.

„Irgendwie sind Bierhoff und Löw letztlich auch nicht besser als Trump und Lukaschenko. Zumindest was den krampfhaften Versuch betrifft, sich an vermeintliche Macht zu klammern und nicht zu erkennen, wann der Zeitpunkt des Abtretens gekommen ist“, kommentierte @Lehrmeister1 den Nachmittag. @Jonatanakl versuchte sich am Fakten-Check: „Bierhoff spricht von einer unerfahrenen Mannschaft. Die war aber im Schnitt ein Jahr älter als die spanische. Und richtig, man darf nicht nur ein Spiel bewerten, das ganze Jahr war schlecht!“

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@Boostard sieht eine zu enge Verbindung zwischen dem Direktor und dem Bundestrainer: „Nach dieser PK dürfte es dringend notwendig sein zunächst Herrn Bierhoff zu entlassen. Völlig distanzlos gegenüber Löw. Das war schon peinlich.“

Andreas Maximus twitterte: „Solange beim DFB kritikresistente Narzisten wie Bierhoff und Löw das Sagen haben, weiterhin das Leistungsprinzip durch Kumpanei ersetzt bleibt und der DFB ein ängstlicher Funktionärshaufen ist, schaue ich weiterhin keine Spiele mehr an“.

Bayern-Fan Steffen fühlte sich ins Jahr 2019 zurückversetzt: „Diese peinliche PK von Bierhoff hat mich irgendwie an die guten alten Zeiten von Kovac bei Bayern erinnert, wo nur nach Ausreden gesucht wurden. Es hätte bei der PK nur noch gefehlt, dass Bierhoff gesagt hätte, so dann nehme ich meine Maske ab und darunter wäre Kovac.“

Ein weiterer User teilte ein Bild von Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic und schrieb sarkastisch dazu: „Wenn du nicht mehr an der schlechtesten PK der letzten Jahre beteiligt bist.“ Ein Seitenhieb gegen die Skandal-Pressekonferenz des FC Bayern München vom Oktober 2018.

Oliver Bierhoffs Pressekonferenz führt zu bitterem Medien-Echo

Auch das Medien-Echo fällt aus DFB-Sicht ernüchternd aus. „Friede, Freude, Eierkuchen soll bitte rund um den DFB und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft herrschen. Platz für Kritik, Diskussionen und ein Problembewusstsein gibt es nicht. Die schräge Analyse wirft Fragen auf. So forciert Bierhoff unfreiwillig die DFB-Krise“, kommentiert n-tv.

Auch Spiegel Online sind Bierhoffs Ausführungen etwas zu schön gefärbt: „Was bei der Pressekonferenz Bierhoffs folgt, ist eine einzige Ehrenerklärung für den angeschlagenen Bundestrainer. Man könnte es auch einen Persilschein nennen.“

„Oliver Bierhoffs erster öffentlicher Auftritt nach dem 0:6 in Spanien wird statt einer Befreiungs- zu einer Rechtfertigungsrede in eigener Sache, in der er sein Schicksal mit teilweise fadenscheinigen Argumenten an Bundestrainer Jogi Löw bindet“, schrieb Focus Online.

Sportschau fasste den Auftritt wie folgt zusammen: „Der Direktor des Deutschen Fußball-Bundes zeigte, dass er seine Arbeit als Netzwerker mit hübschen Charts betreibt. Ergebnisse sollen alles richten: die Stimmung an der Basis heben und sogar den Riss im Verband kitten.“

Bild nimmt lieber den Bundestrainer in die Pflicht: „Löw sollte die Taktik-Charts zu Hause lassen. Der Bundestrainer muss die Rede seines Lebens halten und die Fans begeistern für seinen Weg. Ein stur wirkender Bundestrainer, der durch DFB-Hinterausgänge flüchtet und die Bundesliga nur im TV guckt, darf sich nicht wundern, wenn er die Herzen der Fans nicht erreicht“.

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