Hat sich Jogi zu früh gefreut? Bundesliga-Star wohl doch nicht für DFB spielberechtigt

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Borna Sosa (r.), hier mit Sasa Kalajdzic und Tanguy Coulibaly im Bundesliga-Spiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund am 10. April.

Stuttgart – Beim VfB Stuttgart gehört er längst zum Stammpersonal. Und weil er jetzt den deutschen Pass bekommt, schien Borna Sosa (23) nun sogar auch eine Option für Bundestrainer Joachim Löw (61) bei der anstehenden Europameisterschaft zu werden. Doch die Hoffnungen erleiden jetzt einen empfindlichen Dämpfer.

  • Stuttgarts Borna Sosa bekommt deutsche Staatsbürgerschaft
  • Dadurch war der gebürtige Kroate ein Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft
  • U21-Einsatz von Sosa könnte Einsätze für DFB verhindern

In der Bundesliga sorgt der gebürtige Kroate, der jetzt zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, in der laufenden Saison mit Aufsteiger VfB Stuttgart für Aufsehen. Wie mehrere Medien berichten, hat der Abwehrspieler den Einbürgerungstest bestanden und wird den deutschen Pass erhalten.

Sorgt Einsatz für Kroatien für DFB-Aus bei Borna Sosa?

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Zum Verhängnis könnte dem 23 Jahre alten Linksverteidiger, der bisher für die U-Nationalmannschaften seines Geburtslandes Kroatien gespielt hat, ein Alterspassus in den FIFA-Bestimmungen werden. Dies berichtet der „Kicker“.

In Artikel 9 Punkt 2 b III heißt es demnach: „Einem Antrag auf Verbandswechsel wird nur unter folgenden Voraussetzungen stattgegeben: Der Spieler war zum Zeitpunkt seines letzten Einsatzes in einem Spiel eines offiziellen Wettbewerbs irgendeiner Fußballsparte für seinen jetzigen Verband noch nicht 21 Jahre alt.“

Allerdings war Sosa bei seinem letzten Einsatz für Kroatiens U21 am 12. November 2020 in der EM-Qualifikation gegen Schottland in Edinburgh jedoch bereits 22.

Borna Sosa vor A-Länderspiel-Debüt für Deutschland?

Eigentlich ging der DFB davon aus, dass Bundestrainer Löw plötzlich neue Möglichkeiten für die linke Außenverteidiger-Position besitzen würde. Nötig wäre dafür nur noch der formale Verbandswechsel, dann hätte Sosa sein erstes A-Länderspiel für Deutschland absolvieren können – und wäre womöglich auch schon bei der Europameisterschaft an Bord gewesen.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53) bestätigte vergangene Woche gegenüber der „Bild“ noch das Interesse am Stuttgarter. „Wir kennen den Jungen und beobachten ihn. Wir glauben dass Borna Sosa das Potenzial zum deutschen Nationalspieler hat. Wir schauen bei unserer Beurteilung natürlich auch über die EM hinaus.“

Eine DFB-Reaktion zu den neuen Entwicklungen rund um den Linksverteidiger gibt es bislang noch nicht. Sosa hat einen engen familiären Bezug zu Deutschland. Denn seine Mutter wurde in Berlin geboren, wo der Großvater des Fußballprofis ein Bauunternehmen betrieben hatte. Deshalb war die Einbürgerung nun so schnell möglich. (eha/bc)

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